Hannah Voß (23) aus Haltern bekommt Hochschul-Preis für ihre Forschung zu Hirntumoren

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Die Halternerin Hannah Voß gehört zu den besten Absolventen der Westfälischen Hochschule Recklinghausen. Sie hat sich mit Tumoren des Kleinhirns bei Kindern beschäftigt.

Haltern

, 04.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Donnerstag (5. Dezember) wird sie im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen ausgezeichnet: Hannah Voß aus Haltern (23) gehört zu den besten Absolventen der Westfälischen Hochschule (WH) am Standort Recklinghausen. In ihrer Masterarbeit hat sie sich mit der Tumorbekämpfung bei Kleinkindern beschäftigt.

Hannah Voß hat Molekulare Biologie mit dem Schwerpunkt Biomedizin und Biochemie an der WH studiert. „Allerdings habe ich sowohl meine Bachelor- als auch meine Masterarbeit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Institut für klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin durchgeführt“, so Hannah Voß. Dort hat sie Krebsforschung auf Ebene von Proteinen betrieben.

Halterner Gymnasium weckte ihr Interesse für Biochemie

Hannah Voß kam im Juni 1996 im Halterner Sixtus-Hospital zur Welt und ist in Sythen Lehmbraken aufgewachsen. 2014 machte sie ihr Abitur am Joseph-König-Gymnasium.

„Mein Interesse für die Naturwissenschaft wurde in der Oberstufe im Biologieunterricht geweckt, als Proteine und die DNA erstmalig thematisiert wurden“, sagt sie. „Von dort an war mein berufliches Ziel, in der biomedizinischen Forschung zu arbeiten.“

Das Thema ihrer Abschlussarbeit wurde vorgegeben, allerdings war sie frei in der Umsetzung. Sie beschäftigte sich mit Medulloblastomen, das sind Hirntumore, die vorrangig bei Kleinkindern in mehreren Formen auftreten. „Diese verschiedenen Formen haben unterschiedliche molekulare Ursachen. Ziel war es, diese auf der Ebene der Proteine zu finden und auf Basis davon Diagnose und Therapie, spezifisch für jede Gruppe, zu verbessern. Das ist besonders wichtig, da Chemo- und Radiotherapie oft fehlschlagen“, erläutert Hannah Voß.

Doktorarbeit am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf

Nach Abschluss ihres Masterstudiums blieb sie in Hamburg und schreibt zurzeit an ihrer Doktorarbeit. Sie forscht weiterhin am Uniklinikum Eppendorf bei Prof. Hartmut Schlüter. Dieser hatte sie auch, zusammen mit Prof. Angelika Loidl-Stahlhofen von der Westfälischen Hochschule, für den Studienpreis vorgeschlagen. Bis unmittelbar vor der Preisverleihung ist Hannah Voß in China. „Dort lerne ich bei einem Kooperationspartner eine neue Technik kennen, die auch bei uns in Hamburg etabliert werden soll.“

Zur Preisverleihung will sie rechtzeitig zurück sein. Der Preis sei allerdings nicht ihr alleiniger Verdienst, so Hannah Voß. „Die herausragende Betreuung in meiner Arbeitsgruppe und die Unterstützung von vielen lieben Menschen hat dies nur möglich gemacht.“

Insgesamt vier Arbeiten werden ausgezeichnet

Insgesamt vier Absolventen der Westfälischen Hochschule werden insgesamt am Standort Recklinghausen mit einem Studienpreis ausgezeichnet. Die Preise sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Zusätzlich wird der mit 750 Euro dotierte Peter-Borggraefe Standortpreis in der Feierstunde am 5. Dezember im Ruhrfestspielhaus verliehen. Außer Hannah Voß werden ausgezeichnet:Katharina Esber (Düsseldorf): Sie hat sich aus wirtschaftsrechtlicher Sicht mit dem Anschlag auf den BVB-Bus im Jahr 2017 befasst. Abseits der Straftatbestände stellte sie fest, dass der Täter auch ein kapitalmarktrechliches Verbrechen begangen hat, weil er sowohl gegen das Insiderhandelsverbot als auch gegen Marktmanipulationsverbot verstoßen hat.

Theresa Evelt (Iserlohn): Sie verbesserte in ihrer Masterarbeit die Fertigungsvorgaben zur Produktion von rostfreien Stahlpräzisionsbändern bei einer Firma in Unna.

Johannes Limberg (Olfen): Er veränderte die Hochleistungsflüssigkeitschromatografie, die Trennung, Erkennung und Konzentrationsbestimmung von Stoffen dient, indem er ein weitaus preiswerteres Polymer für diese Aufgabe einsetzte.

Bei der Feier werden außerdem die Abschlussurkunden aller Absolventen der Studiengänge Chemie, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsingenieurwesen verliehen.

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