Harte Landung auf der Knastmatratze

Raubüberfall

Sechs Jahre Haft muss der 48-Jährige verbüßen, auf dessen Konto unter anderem Überfälle auf das Dänische Bettenlager und den Fressnapf gehen.

Haltern

02.06.2017, 14:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harte Landung auf der Knastmatratze

Die Filiale des „Dänischen Bettenlagers“ ist überfallen worden.

Es war ein kurzer Ausflug in die Welt der Schwerverbrecher, jetzt wartet das Gefängnis: Der Fressnapf- und Matratzenladen-Räuber, der auch in Haltern zugeschlagen hat, ist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Sechs Überfälle und rund 20.000 Euro Beute: Reich ist der zweifache Vater durch die Raubserie nicht geworden. Und glücklich erst recht nicht.

Trotzdem konnte er am Ende zufrieden sein. Die Richter am Essener Landgericht haben es schließlich noch gut mit ihm gemeint. Die Strafe hätte auch zweistellig ausfallen können. Dass es dazu nicht gekommen ist, hat der 48-Jährige seinem tadellosen Vorleben und seinem umfassenden Geständnis zu verdanken. Außerdem hatte er den Richtern auch noch den Namen seiner bis dahin unbekannten Komplizin verraten. Die Frau war daraufhin während des laufenden Prozesses festgenommen worden und muss nun ebenfalls mit einer Anklage rechnen.

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Es waren finanzielle Sorgen, die die Angeklagten in die Kriminalität abgleiten ließen. Nach der Trennung von seiner Frau wusste der 48-Jährige offenbar weder vor noch zurück. Obwohl er seit 25 Jahren einen festen Job hatte, plagten ihn massive Geldsorgen. Kredite, Unterhalt, Steuern: Anfang 2016 kam alles zusammen. Bettenlager In Haltern hatte der Angeklagte am 9. August 2016 das Dänische Bettenlager an der Münsterstraße. Die Beute belief sich auf rund 2000. Euro. Weitere Tatorte lagen in Dorsten und Marl.

Nicht allein auf Beutezug

Dass der Angeklagte die Taten nicht allein begangen hat, war von Anfang an klar. Auf Überwachungsvideos war mehrfach eine Frau zu sehen, die kurz vorher in den Geschäften war oder in der Nähe wartete. Trotzdem hielt sich der Angeklagte lange bedeckt. Bis zum vierten Verhandlungstag. Da legte der 48-Jährige die Karten nach Absprache mit seinem Verteidiger Wolfgang Zeitler doch noch auf den Tisch. Das Urteil hat er bereits akzeptiert.

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