Helfen statt faulenzen

Haltern N abila El Arbi (12), Pia Pennekamp (13) und Maxime Shakir (13) wollen in den Ferien nicht nur faulenzen und ausspannen.

25.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als die meisten ihrer Klassenkameraden noch im Bett lagen, bauten sie gestern Morgen auf dem Marktplatz einen selbst gefertigten Infostand auf, um Spenden für die Kindernothilfe zu sammeln.

Auf dem Tisch liegen kindgerecht gestaltete Hefte. Jedes erzählt anschaulich die Leidensgeschichte von armen Kindern aus Entwicklungsländern wie Bolivien oder den Philippinen. Und damit nicht genug: Neben den Heften liegen kleine Stapel mit Fotos, die Mädchen und Jungen aus den betroffenen Gebieten zeigen. Die Gesichter lachen den Betrachter an oder aber stimmen ihn nachdenklich und traurig. Daneben verkaufen die Schülerinnen Aufkleber und Poster.

Zeichen gegen Armut

Bereits vor einiger Zeit haben Nabila, Pia und Maxime beschlossen, ein Zeichen gegen Kinderarmut und -arbeit zu setzen. Ins Bewusstsein rücken wollen sie auch die vielen Kriege, die Kinder und ihre Familien zur gefährlichen Flucht aus ihrem Heimatland zwingen.

Jede der drei Spendensammlerinnen verbindet mit dieser Initiative eine persönliche Motivation: Nabila, die gebürtige Tunesierin ist, hat in Tunesien die Ungleichbehandlung von Frauen und Mädchen selbst erfahren müssen. Maxime, deren Vater Iraker ist, beschäftigt schon länger das Schicksal von Verwandten, die aufgrund des Krieges im Irak flüchten mussten. Pia wurde durch die Berichte ihrer Freundinnen auf die Probleme aufmerksam.

Die Mädchen freuen sich über jede Spende an diesem Vormittag. Genauso wichtig ist ihnen aber, dass die Passanten lernen, auch selbst aktiv zu werden. SH

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