Highland-Games in der Hullerner Turnhalle - Viele Fotos von der Deutschland-Premiere

rnIndoor-Highland-Games

Zum ersten Mal haben Highland-Games in Deutschland in einer Turnhalle stattgefunden. Martin Kuhne und Mollie Hoss holten am Samstag die Athleten nach Haltern-Hullern. So kam das Event an.

Hullern

, 03.11.2019, 13:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine absolute Premiere: Zum ersten Mal fanden am Samstag Highland-Games in Deutschland in der Halle statt – und zwar in der Sporthalle des SV Hullern. Angestoßen haben das ungewöhnliche Projekt Martin Kuhne und Mollie Hoss, beide Highland-Games-Athleten, deutsche Vizemeister und Hullerner Neubürger.

Zu den traditionellen Pipes and Drums, den schottischen Dudelsackklängen, zogen die Athleten am Samstagmorgen in die Hullerner Sporthalle ein. So viele Kilts (die klassischen Schottenröcke) hat Hullern sicher noch nie auf einem Haufen gesehen.

FOTOSTRECKE
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Indoor-Highland-Games in Hullern

Zum ersten Mal fanden am Samstag Highland Games in Deutschland in der Halle statt – und zwar in der Sporthalle des SV Hullern.
03.11.2019
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Einmarsch der Athleten mit Pipes and Drums© Jürgen Wolter
Einmarsch der Athleten mit Pipes and Drums© Jürgen Wolter
Martin Kuhne (l.) und Thorsten Stüer begrüßen die Gäste und Athleten© Jürgen Wolter
Einmarsch der Athleten mit Pipes and Drums© Jürgen Wolter
Einmarsch der Athleten mit Pipes and Drums© Jürgen Wolter
Die Hullerner Nachwuchs-Cheerleader begrüßten die Athleten und die Besucher mit einer Choreografie.© Jürgen Wolter
Die Hullerner Nachwuchs-Cheerleader begrüßten die Athleten und die Besucher mit einer Choreografie.© Jürgen Wolter
Die Hullerner Nachwuchs-Cheerleader begrüßten die Athleten und die Besucher mit einer Choreografie.© Jürgen Wolter
Die Hullerner Nachwuchs-Cheerleader begrüßten die Athleten und die Besucher mit einer Choreografie.© Jürgen Wolter
Die Hullerner Nachwuchs-Cheerleader begrüßten die Athleten und die Besucher mit einer Choreografie.© Jürgen Wolter
Geballte Frauenpower: die Hullerner Lokalmatadorin Mollie Hoss beim Kugelstoßen.© Jürgen Wolter
Auf unterschiedliche Weise bereiteten sich die Frauen auf ihren Wettkampf vor© Jürgen Wolter
Die Männerwettbewerbe begannen mit dem Gewicht-Hochwurf.© Jürgen Wolter
Die Frauen begannen mit dem Kugelstoßen© Jürgen Wolter
Geballte Frauenpower: die Hullerner Lokalmatadorin Mollie Hoss beim Kugelstoßen.© Jürgen Wolter
Die Männerwettbewerbe begannen mit dem Gewicht-Hochwurf.© Jürgen Wolter
Die Männerwettbewerbe begannen mit dem Gewicht-Hochwurf.© Jürgen Wolter
Geballte Frauenpower: die Hullerner Lokalmatadorin Mollie Hoss beim Kugelstoßen.© Jürgen Wolter
Die Frauen begannen mit dem Kugelstoßen© Jürgen Wolter
Die Frauen begannen mit dem Kugelstoßen© Jürgen Wolter
Zahlreiche Zuschauer verfolgten die German Indoor Highland Games in der Hullerner Sporthalle.© Jürgen Wolter
Zahlreiche Zuschauer verfolgten die German Indoor Highland Games in der Hullerner Sporthalle.© Jürgen Wolter

50 Athleten traten in den Einzelwettbewerben an, noch einmal etwa genauso viele waren zum Tauziehen in Mannschaften angemeldet. Bereits am Freitagabend stellten sich die Sportler bei einem Pressegespräch im Hotel Seehof vor, bei dem auch die Startnummern für die Wettbewerbe ausgelost wurden.

Fünf Disziplinen standen am Samstag auf dem Programm: Kugelstoßen, Stoßen einer Kugel aus dem Stand, Weitwurf eines Gewichts in zwei unterschiedlichen KIassen und der Hochwurf eines Gewichts.

Schwungvolle Choreografie der Nachwuchs-Cheerleader

Mit dem Gewichthochwurf der Männer und dem Kugelstoßen der Frauen bekamen die Besucher gleich zu Beginn zwei Wettkämpfe zu sehen, nachdem die Nachwuchs-Cheerleader die Zuschauer mit einer schwungvollen Choreografie begrüßt hatten.

Schon da war die Halle gut gefüllt, der Strom der Besucher riss fast den ganzen Tag nicht ab. Einen Parkplatz in Hullern zu finden, war zeitweise schwierig.

Kein Baumstamm- und Hammerwerfen

Für die Halle musste auf zwei der Ur-Disziplinen der Highland-Games allerdings verzichtet werden: Das Baumstammwerfen und auch das Hammerwerfen sind in der Halle nicht durchführbar. Dafür kam das Kugelstoßen, eigentlich eine klassische Disziplin der Leichtathletik, neu ins Programm.

Jürgen Stickelbrock, Präsident des Deutschen Highland-Games-Verbandes (DHGV), erläuterte die Bedeutung der ersten „German Indoor Highland Games“: „Normalerweise endet die Saison immer im September und beginnt wieder im Frühjahr. Schon lange gibt es Stimmen, die fordern, doch auch im Winter Indoor-Games zu veranstalten. Jetzt haben Martin Kuhne und Mollie Hoss das tatsächlich umgesetzt: Wir betreten damit absolutes Neuland.“

Umfangreiche Vorbereitungen waren nötig

Dementsprechend umfangreich waren die Vorbereitungen. In Thorsten Stüer, dem ersten Vorsitzenden des SV Hullern und seinem Vorstandsteam fand Martin Kuhne erste Unterstützer. Auch die Gespräche mit der Stadt Haltern verliefen erfolgreich. „Auch wenn es tausend Details zu beachten gab, wir haben letztlich alle an einem Strang gezogen“, freut sich auch Thorsten Stüer.

Für die Spiele musste der Hallenboden der Hullerner Sporthalle extra verstärkt werden: Mit neuen Bodenplatten und Turnmatten, die unter anderem der Judo-Club Haltern zur Verfügung stellte. Sponsoren sagten spontan zu, und so gab es nicht nur Sport, sondern auch schottische Spezialitäten, 100 Whiskeysorten zum Verkosten und ein Highland-Games-Bier aus der Böcken-Bräu-Brauschmiede von Toddy Geldmann.

„Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“

Die tolle Resonanz hielt den ganzen Tag an. „Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen“, zog Thorsten Stüer am Sonntagmorgen ein äußerst positives Fazit. „Was mich besonders beeindruckt hat, ist diese Gemeinschaft unter den Athleten. Sie sind Konkurrenten im Sport aber ansonsten eine eingeschworene Truppe.“

Organisator Martin Kuhne war ebenfalls vollauf zufrieden. „Auch unser Präsident hat bestätigt: Besser kann man so eine Veranstaltung nicht machen“, freut er sich. Gibt es bald eine Neuauflage der German Indoor-Highland-Games in Hullern? „Wir könnten uns das gut vorstellen“, sagt Thorsten Stüer. „Dafür müssen wir natürlich mit dem Verband reden, ob er das noch mal in Hullern machen will.“

Die Ergebnisse: In der Champions-Klasse siegte bei den Herren Patrick Antwerpen aus dem Niederlanden vor Stefan Kulisch. Martin Kuhne wurde Dritter. Bei den Damen lag Mollie Hoss auf dem zweiten Platz hinter Rafaela Büscher. Dritte wurde Julia Schönmakers.

Kommentar

Gelungene Premiere

Die ersten German Indoor-Highland-Games brachten ein ganz neues Flair nach Hullern – und sie kamen sowohl bei den Athleten als auch bei den Hullernern sehr gut an. Der Besucherstrom hielt den ganzen Tag an. Pipes and Drums, Männer wie Kleiderschränke und Powerfrauen – alle im traditionellen Kilt, das hat Hullern noch nicht gesehen. Da haben Martin Kuhne und der Vorstand des SV Hullern ins Schwarze getroffen und eine ganz neue Farbe in den Halterner Osten gebracht. Warum eigentlich nicht öfter? Die organisatorischen Grundfragen sind geklärt. Eine Neuauflage würde sicher mit mehr Erfahrung und weniger Aufwand im Vorfeld zu realisieren sein. Die schottischen Farben haben Hullern gut gestanden.
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