Höhen und Tiefen beim Heimatfest

Veranstalter zieht Bilanz

Geschätzt 70 000 Besucher haben am Wochenende in Haltern am See das Heimatfest gefeiert. Am Sonntagnachmittag zogen die Veranstalter Bilanz. Diese fiel grundsätzlich gut aus, auch wenn es in diesem Jahr wieder ein paar unerfreuliche Ereignisse gab.

HALTERN

, 04.09.2016, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min
Höhen und Tiefen beim Heimatfest

Ein Kettenkarussell durfte natürlich auch nicht fehlen.

Aber fangen wir mit den erfreulichen Dingen an: „Aus organisatorischer Sicht hat alles gut funktioniert“, sagte Stadtagentur-Leiter Josef Löbbing auf Anfrage. So sei beispielsweise das Verkehrskonzept aufgegangen. „Es hat in diesem Jahr weniger Probleme mit den Straßensperrungen gegeben als noch in den Jahren zuvor“, so Löbbing. Nicht ein Fahrzeug wurde abgeschleppt. Nur in wenigen Fällen mussten die Halter von Autos ermittelt werden, die im Parkverbot standen.

Einmal blieb die Schranke am Musikschulparkplatz unten, sodass sich ein Rückstau vor dem Parkplatz bildete. Doch die Polizei konnte diese Situation schnell auflösen, so Löbbing. Überhaupt habe die Zusammenarbeit mit den Beamten optimal funktioniert.

Alkoholisierte Jugendliche

Das war auch nötig. Denn in der Innenstadt kam es zu vielen „kleineren Schlägereien“ zwischen alkoholisierten Jugendlichen, so Löbbing. Die Polizei schrieb Anzeigen und wickelte die Auseinandersetzungen aber sonst „sang- und klanglos ab“. Berichte von Massenschlägereien verwies Löbbing in die Welt der Märchen.

Sehr unschön: Drei Jugendliche mussten stark alkoholisiert ins Sixtus-Krankenhaus gebracht werden. Sorgen bereitete den Veranstaltern am Sonntag auch das Wetter. Zwischen 11.30 und 13.45 Uhr gab es einige heftige Regenschauer, es blitzte und donnerte. „Wir waren die ganze Zeit mit der Feuerwehr in Kontakt“, so Josef Löbbing. Aber alles konnte so stattfinden, wie geplant. Lediglich für den Kinderflohmarkt bedeutete der Regen das Aus.

Kurzfristige Absagen

Kurzfristig abgesagt wurde vom ADFC die Codierungsaktion im Marienhof. Auch die Tanzgruppe Lippramsdorf stand am Samstagnachmittag nicht wie ursprünglich geplant auf der Bühne auf dem Marktplatz. „Sie hatte einige Tage vorher aus organisatorischen Gründen abgesagt“, so Mike Kestermann von der Stadtagentur.

Bei den musikalischen Beiträgen traf ausgerechnet die Band „White Purple“ am Samstagabend auf dem Marktplatz nicht den Geschmack der Besucher. Davon profitierten „Die Billyboyz“ im Galen-Park, die zeitgleich die Menschen zum Tanzen brachten. Ebenfalls gut: der Auftritt der Lavesumer Blasmusik. Im 30. Jahr ihres Bestehens wurde gestern deutlich, dass sie sich zu einer echten Big Band entwickelt hat. Ein dickes Lob gab es von Josef Löbbing für die Mitarbeiter des Baubetriebshofes. Diese waren morgens von 5 bis 7 Uhr in der Stadt unterwegs, um die Straßen wieder sauber zu machen. „Das hat auf den Punkt funktioniert“, so Löbbing.

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