Holzkohlenfest auf dem Meiler in Flaesheim

Jubiläum

FLAESHEIM Mit einem großen Fest wurde am Sonntag der zweite Holzkohlemeiler entzündet und gleichzeitig die 20-jährige Tradition der Köhlerei in Flaesheim gefeiert.

von Von Mark Pillmann

, 13.05.2009, 15:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Köhlermeister Hermann Hohmann kürt eine Köhlerliesel.

Köhlermeister Hermann Hohmann kürt eine Köhlerliesel.

Wissbegierige Besucher erfuhren, dass die Farbe des Rauchs Aufschluss darüber gibt, wie weit die Kohlen sind. Außerdem noch, das dieses Mal ausschließlich Buche und Roteiche zur Kohle verarbeitet wird, also Hartlaubholz. Dies hat eine höhere Brennleistung als andere Hölzer. „Theoretisch ist es zwar möglich, alles zu Kohle zu verarbeiten, aber dann ist die Brennleistung dementsprechend schlechter“, erklärte der Leitende Forstdirektor Jörg Wipf. Man konnte auch erfahren, dass Regen für den Kohlemeiler gut ist, da er die Erde verdichtet und so ein Eindringen von Luft unmöglich macht und das die Köhler eigentlich aus dem Harz kommen und diesen Alten Beruf nur als Hobby ausüben.

Nachdem Hunger, Durst und Wissbegierde gestillt waren, führten die Jagdhornbläser der Jagdgemeinschaft Recklinghausen Besucher in die seit Jahrhunderten bestehende Jagdhornblas-Tradition ein und präsentierten ein breites Repertoire an Hornkompositionen. Wer Interesse an frisch geköhlter Holzkohle bekommen hat und diesen alten Beruf unterstützen will, der kann am 25. Mai ab am Forsthaus Haard welche erwerben. Doch Achtung: Nur solange der Vorrat reicht. Und bisher war die Kohle immer ausverkauft. 

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