Hovenjürgen (CDU): "Wir brauchen Arbeitsplätze"

Kandidatencheck

In einer Serie zur Landtagswahl am 14. Mai stellen wir die Kandidaten vor, die für Haltern nach Düsseldorf wollen. Unter der Überschrift „Von Kopf bis Fuß“ haben wir die sechs Nominierten gebeten, einige Satzanläufe zu ergänzen. Der Lavesumer Josef Hovenjürgen (CDU) ist seit 2002 Landtagsabgeordneter.

HALTERN

11.05.2017, 11:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Josef Hovenjürgen.

Josef Hovenjürgen.

Was ich im Sinn habe...

Die CDU steht für meine Werte. Sie war und ist eine Partei, die inmitten der Gesellschaft beheimatet ist. Dort fühle ich mich wohl. Ich bin mit 20 in die CDU eingetreten, weil ich durch mein Elternhaus politisch geprägt war und die Werte und Ziele der Union am meisten mit meinen persönlichen Ansichten übereinstimmen. Ich kandidiere, weil ich Entscheidungen herbeiführen will, die den Interessen der Menschen in unserer Region zugutekommen.

Was ich anpacken will...

Im Kreis Recklinghausen brauchen wir dringend Arbeitsplätze. Der Kreishaushalt hat ein Volumen von 1,28 Milliarden Euro. Davon gehen über 900 Millionen Euro in direkte und indirekte Sozialausgaben. Statt 74.000 Hartz-IV-Empfänger zu alimentieren, müssen wir dringend Arbeitsplätze schaffen. Vor allem die jungen Menschen in der Region müssen eine Perspektive haben. Ich halte den Kontakt zur Basis, absolviere an manchen Tagen fünf, sechs Termine in meinem Wahlkreis und als Mitglied der CDU-Landtagsfraktion. Um im Bild der körperlichen Aktivitäten zu bleiben: Ich kremple die Ärmel hoch gegen die derzeitige Politik. Wir brauchen weniger Bürokratie, mehr Investitionen, neue Jobs und gute Schulen.

Zur Person: Geboren: 10.01.1963 in Haltern-Lavesum; Wohnort: Lavesum; Familienstand: verheiratet, vier Kinder; Ausbildung: Landwirt und Gesundheitsaufseher beim Kreis Recklinghausen; Parteimitglied seit: 1983

Mein Herz schlägt für...

Meine politischen Themenschwerpunkte liegen in den Bereichen Arbeit, Wirtschaft, Energie, Klima, Bergbausicherheit und Verbraucherschutz. Wenn ich nicht Politik mache, wandere ich (gerne mit meiner Familie und meinen beiden Hunden) und kümmere mich im Ehrenamt um das Schützenwesen.

An die Nieren geht mir...

…der Landesentwicklungsplan, der eine Stadt wie Haltern in ihrer Entwicklung einengt und behindert. ... die Hygieneampel, die mit ihren Auflagen die mittelständischen Betriebe gefährdet. Wenn der Kakerlaken-Befall in einer Gastronomieküche weniger negativ bewertet wird als die nicht durchgeführte Dokumentation der Küchenreinigung, dann hat das mit Hygiene nicht mehr viel zu tun. ...das aktuelle Baurecht, das die Arbeit aus dem Ruhrgebiet und der Region vertreibt. Allein im Kreis Recklinghausen gingen in den vergangenen Jahren 66 Hektar Industriefläche verloren. ... das neue Landesnaturschutzgesetz, das den Landschaftsbeiräten im Kreistag ein höheres Widerspruchsrecht einräumt als den gewählten Volksvertretern.

Beweglichkeit in der Politik...

Die Bundesrepublik ist eine Konsensdemokratie, die viele Kompromisse der Vernunft hervorgebracht hat. Politische Kompromisse sind wichtig für die Demokratie. Demokratie bedeutet ja nicht einfach, dass die Mehrheit entscheidet, sondern dass unterschiedliche Interessen unterschiedlicher Menschen in den politischen Prozess eingebracht und am Ende Kompromisse erzielt werden. Gleichwohl ist Konsens keine notwendige Voraussetzung für eine politische Handlungsfähigkeit. Viele grundlegende politische Entscheidungen sind in heftigen Konflikten zwischen den Parteien entstanden. Man denke nur an die Westbindung, die Gründung der Bundeswehr, den NATO-Doppelbeschluss und die Wiedervereinigung.

Mein weiterer Weg führt mich...

Mein Ziel ist der Regierungswechsel, damit wir die Zukunft unseres Landes gestalten können. Wir wollen ein Moratorium für Förderschulen, um den von Rot-Grün eingeleiteten Kahlschlag zu stoppen. Die Polizeiausbildung wollen wir effektiver machen und deutlich mehr Polizisten als bisher einstellen. Die Abschiebung in die Maghreb-Staaten wollen wir umsetzen, ein Wahlrecht für Nicht-EU-Bürger verhindern, damit nicht Vertreter der Erdogan-Partei AKP in den kommunalen Räten sitzen. Wir brauchen Perspektiven für die durch den Stärkungspakt gebeutelten Kommunen, damit diese aus dem Teufelskreis von schlechter Infrastruktur, geringen Einnahmen, hohen Sozialausgaben und Investitionsstau herauskommen.

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