Hydraulische Gewichtheber bringen Haus ins Lot

Sanierung in Lippramsdorf

44 hydraulische Pressen hoben innerhalb von zwölf Stunden das etwa 180 Tonnen schwere Wohnhaus in Lippramsdorf-Mersch. "Alles lief reibungslos", freute sich Bauleiter Thorsten Mäteling, "dank einer präszisen Vorarbeit."

Haltern

von Von Elisabeth Schrief

, 12.04.2013, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwischen Fundament und Hausunterkante klafft jetzt eine 33,6 Zentimeter große Lücke. Statiker überprüften am Freitag per Lasermessung, ob das bergbaugeschädigte Einfamilienhaus nun tatsächlich wieder in der Waagerechten steht.Das Haus sollte nicht reißen

"Normalerweise hätten vier Pressen ausgereicht, um das Gebäude in die Höhe zu wuchten", erklärte Mäteling. Denn jedes Gerät kann 50 Tonnen heben. Allerdings hätte dann die Gefahr bestanden, dass das Haus reißt. Hausbesitzer Hans Balster beobachtete die Hebung, er ist glücklich über die gelungene Arbeit. Ab Samstag (13.4.) beginnt die Gladbecker Firma Fenne zwecks Schließung aller Lücken mit der Unterfütterung des Hauses. Die Arbeiten insgesamt, inklusive Wiederherstellung der Kellerräume und Anpassung der Treppen, dauern noch bis zum Sommer.Bedingt durch Bergsenkungen stellte Gutachter Andreas Mollinga eine Schieflage von 20 Millimeter pro laufendem Meter fest. "Das war extrem störend für das Ehepaar Balster." Weil das Bergwerk Auguste Victoria unterhalb der Mersch keine Kohle mehr abbaut und nicht mit weiteren Setzungen rechnet, wurde die aufwändige Sanierung vor vier Wochen eingeleitet. Sie kostet 280 000 Euro, hält aber, so Fenne-Polier Martin Daunheimer, für die Ewigkeit.

 

 

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