LWL-Römermuseum

Im Halterner Museum testen Familien ihr Wissen bei Würfelspielen

Das LWL-Römermuseum stimmt mit seinem Programm im November nicht nur auf die Weihnachtszeit ein. Familien haben auch die Möglichkeit, spielerisch Wissen über römische Legionäre zu vertiefen.
Kinder lernen im LWL-Römermuseum Maulwurf Kalle kennen und erleben auch sonst jede Menge Spaß. © peter-juelich

Das Römermuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) lädt Familien dazu ein, spielend viel Zeit miteinander zu verbringen und die Kenntnisse über den Alltag römischer Legionäre zu vervollständigen. Dazu hält das Museum zahlreiche römische Würfelspiele bereit, die den Besucherinnen und Besuchern Antworten auf viele Fragen geben. Wie lebt es sich im Schatten der Legion? Was weiß eine römische Ärztin über Behandlung und Heilmethoden in der Antike? Wie hieß der erfolgreiche Feldherr in Haltern?

Frauen und Kinder haben ihre Spuren hinterlassen

Mit Julia Sabina Medica geht es am Montag (1.11., Allerheiligen) um 14 Uhr für Erwachsene in „römischer“ Begleitung durch die Dauerausstellung. Als eine der wenigen praktizierenden Ärztinnen der Antike begibt sich die „Römerin“ auf den Weg von Italien ins Römerlager Haltern. Im Gepäck hat sie ihr chirurgisches Besteck, heilende Öle und einen Bericht über die medizinische Arbeit ihrer männlichen Kollegen.

Am Sonntag (7.11.) um 11 Uhr wandeln Familien mit Kindern ab acht Jahren „Im Schatten der Legion“ durch die Dauerausstellung. Eigentlich hatten Frauen und Kinder in einem Römerlager nichts zu suchen und doch haben sie ihre Spuren im römischen Haltern hinterlassen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Spielzeug der Kinder. Darum bestimmt auch ein Würfel, welche Aspekte des Kinderalltags genauer unter die Lupe genommen werden. Wer möchte, kann das Programm mit dem Basteln einer „bulla“, dem Schutzamulett freigeborener römischer Kinder, beenden.

Familien suchen einen erfolgreichen Feldherrn

Eine weitere Führung um 14 Uhr für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren widmet sich dem Thema Medizin und Hygiene im Römerlager. Für römische Legionäre waren Gesundheit und Fitness das höchste Gut. Um sie zu erhalten, gab es in jedem Legionärslager ein „valetudinarium“, ein Lazarett, mit gut ausgebildetem Personal.

Das LWL-Römermuseum heißt herzlich willkommen zu einem spannenden Programm im November. © PRAHL-RECKE © PRAHL-RECKE

Am Sonntag (14.11.) um 11 Uhr heißt es für Familien mit Kindern ab zehn Jahren: „Erfolgreicher Feldherr gesucht!“. Unter Kaiser Augustus stießen die römischen Legionen weit bis ins Innere Germaniens vor. Einer ihrer Feldherren steht im Zentrum dieser Führung und ist verantwortlich für die Bewegungen der Truppen. Aber wer war dieser Feldherr, Drusus, Tiberius oder Varus?

Auf Zeugnisse römischer Kultur und Lebensweise treffen Erwachsene bei der Führung „Als die Römer frech geworden“ um 14 Uhr. In Haltern, dem wichtigsten Stützpunkt an der Lippe aus der Zeit des Augustus, finden sich bis heute viele römische Spuren. Alltagsgegenstände, aber auch Teile von Rüstungen und Waffen sind im Laufe ihres Aufenthalts in den westfälischen Boden geraten und wurden bei Ausgrabungen entdeckt.

Infos zu den Veranstaltungen

Für alle Veranstaltungen gilt: Zu zahlen ist der Museumseintritt, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre sind kostenfrei, öffentliche Führungen sind inbegriffen.

Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen finden Interessierte unter: www.lwl-roemermuseum-haltern.de. Für die öffentlichen Führungen wird um eine vorherige Anmeldung gebeten unter Tel.: 02364 93760 oder per E-Mail an: lwl-roemermuseum@lwl.org

Am Familiensonntag (21.11.) stehen zwei Führungen für Familien und Kinder sowie eine besondere Bastelaktion auf dem Programm. Um 11 Uhr können Familien mit Kindern ab sechs Jahren römische Würfelspiele ausprobieren. Nach einem Rundgang durch die Ausstellung, bei dem die entsprechenden Funde aus der Römerzeit im Mittelpunkt stehen, ist es an der Zeit, sein Glück bei römischen Spielen zu testen. Die Teilnehmenden probieren Brettspiele wie Rundmühle und 12-Felder-Spiel aus und würfeln um die Wette.

Ein 3D-Drucke formt originale römische Würfel

Bei einer Führung um 14 Uhr können Kinder zwischen fünf und sechs Jahren „Kalle auf Wohnungssuche“ begleiten. Kalle ist ein kleiner Maulwurf, der sich sein unterirdisches Quartier in einem Eimer aus der Römerzeit eingerichtet hat. Doch eines Tages wird sein beschauliches Dasein jäh gestört. Die Gäste erfahren nicht nur viel über römische Funde, sondern auch über das Leben der Legionäre und nicht zuletzt über die Arbeit der Archäologen.

Am Familiensonntag gibt es eine besondere Bastelaktion: Von 11 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr können Besucher mehr über den Einsatz von 3D-Druckern in der Archäologie erfahren. Ein 3D-Drucker formt nach originalem Vorbild römische Würfel. Diese können von Familien mit Kindern ab sechs Jahren selbst bemalt werden. Die Materialkosten für die Bastelaktion betragen 3 Euro pro Würfelset.

Neues über Weihnachtsgeschenke bei den Römern

Am Sonntag (28.11.) um 11 Uhr heißt es für Familien mit Kindern ab neun Jahren: Und es regiert der Würfelbecher. Die Römer – vom Sklaven bis zum Kaiser – waren vom Würfelspiel infiziert.

Auf das Weihnachtsfest stimmt auch die Überraschungsführung um 14 Uhr ein. Familien mit Kindern ab acht Jahren erfahren bei einem Rundgang mehr über „Weihnachtsgeschenke bei den Römern“. Doch gab es das Fest in der Antike überhaupt? Nach einem Rundgang können die Teilnehmenden selbst Kerzen verzieren. Die Materialkosten für die Bastelaktion betragen 3 Euro.

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