In Halterns Sporthallen gibt's kaum Verbandskästen

Sponsoren gesucht

Alle Sporthallen der Stadt sollen bald mit Verbandskästen und Defibrillatoren ausgestattet werden. Das hat sich ein Arbeitskreis aus Stadtsportverband, Malteser Hilfsdienst und Sixtus-Hospital auf die Fahne geschrieben. Dafür brauchen die Organisatoren aber dringend Sponsoren.

HALTERN

, 24.08.2017, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Halterns Sporthallen gibt's kaum Verbandskästen

Martin Mersmann (Malteser, v.l.), Bürgermeister Bodo Klimpel, Petra Völker (Stadtsportverband) und Dr. Markus Reidt (Sixtus-Hospital) präsentieren die Aktion.

„Im Schulsport reicht es, einen Verbandskasten erreichbar zu haben“, erklärt Petra Völker vom Stadtsportverband: „Also gibt es einen Verbandskasten meistens nur im Sekretariat der Schule.“ So gut wie nie seien sie in den Hallen vorhanden.

Ein Defibrillator koste 1100 bis 1200 Euro, erklärt Chefarzt Dr. Markus Reidt vom Sixtus-Hospital. Dafür werden Sponsoren gesucht. Der Halterner Lions-Club erklärte sich schon bereit, ein Gerät zu spenden. Bürgermeister Bodo Klimpel bot an, für die notwendige bauliche Unterstützung zu sorgen, damit die Ausstattung zugänglich, aber vor Vandalismus und Diebstahl geschützt ist. Ein moderner Defibrillator sagt dem Benutzer per Sprachausgabe wortwörtlich, was er zu tun hat. So können auch Ersthelfer ohne Erfahrung zum Lebensretter werden.

Bei einer Fortbildung habe Völker festgestellt, dass Vereine sich zwar um die Verlängerung der Sportlizenzen ihrer Trainer kümmerten, Erste-Hilfe-Fortbildungen aber überwiegend nicht auf der Agenda standen. In der kommenden Woche bekommen deswegen alle Sportvereine ein Schreiben, das sie dazu anregen soll, ihre Trainer und Übungsleiter zu den Fortbildungskursen zu schicken.

Dabei unterstützen die Malteser den Stadtsportverband: Sowohl auf der Internetseite der Malteser als auch auf der Seite des Stadtsportverbandes wird es eine Liste mit den Terminen geben. Zusätzlich liegt jedem Anschreiben ein Formular der VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) bei, sodass weder für den Übungsleiter noch für die Vereine Kosten entstehen.

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„Wer in Holland umkippt, hat dort eine höhere Wahrscheinlichkeit zu überleben als in Deutschland“, sagt Dr. Markus Reidt. Dort seien prozentual gesehen viel mehr Menschen in der Lage und auch dazu bereit, jemanden wiederzubeleben. Petra Völker sagt: „Allein das stetige Pumpen bis der Rettungsdienst kommt, reicht oft schon aus, um Leben zu retten.“

Aber auch das Bewusstsein der Bevölkerung soll geweckt werden für dieses wichtige Thema. So wird es im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“ einen Aktionstag zum Thema Erste Hilfe geben. An einem Stand in der Halterner Innenstadt wird der Arbeitskreis einen Vormittag lang die Bürger über Notwendigkeit von Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen informieren.

Der Infostand wird am 23. September (Samstag) von 10 bis 14 Uhr aufgebaut. Wer spenden möchte oder weitere Infos braucht, meldet sich bei Petra Völker per E-Mail an petra.voelker@ksb-re.de

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