Saarlauternstraße

Infotafel an der Saarlauternstraße lässt weiter auf sich warten

Seit Jahren wird über eine Infotafel an der Saarlauternstraße diskutiert, die den Namen erläutert und historische Bezüge herstellt. Ein Abschluss des Projekts ist nicht in Sicht.
Hier an der Ecke Saarlautern-/St. Ingbert-Straße könnte die neue Infotafel aufgestellt werden. © Silvia Wiethoff

An der Saarlauternstraße soll ein Schild aufgestellt werden, das auf begangenes Unrecht im Dritten Reich hinweist. 1936 wurde nämlich mit der Rückkehr des Saargebietes die Stadt Saarlouis in Saarlautern umbenannt. In Folge erhielt auch Haltern die Saarlauternstraße.

Erste Anregungen auf eine Umbenennung der Straße gab es schon 2003 durch den damaligen Halterner Pfarrer Martin Ahls. 2020 gelangte das Thema durch einen Bürgerantrag erneut in die Diskussion. Man einigte sich auf einen Kompromiss. Mittlerweile wurde das Straßenschild um eine Erklärung und einen QR-Code ergänzt.

Nun soll noch ein größeres Schild mit weiteren Informationen folgen und das lässt auf sich warten. Ein Arbeitskreis, dem Jacqueline Bonn (CDU), Antje Bücker (SPD) und Magdalene Meier (Grüne) angehören, hat an der Ecke Saarlautern-/St. Ingbert-Straße eine kleine städtische Fläche ausgemacht, auf dem die neue Infotafel stehen könnte. Auch das Layout für das Schild ist erstellt.

Allerdings ist nach wie vor die Finanzierung nicht geklärt. 800 bis 1000 Euro könnte die Hinweistafel kosten. Die Verwaltung hat signalisiert, dass sie den städtischen Haushalt nicht belasten will. Deshalb sollten Sponsoren gesucht werden. Die SPD kritisiert, dass für die historische Einordnung kein Geld der Stadt zur Verfügung stehen soll.