Inseln im Stausee: Hier gibt es noch geschützte Naturräume

Meinung

Die Inseln in den Halterner Stauseen bieten Rückzugsräume für viele Tierarten. Menschen sollten sich hier am besten fernhalten, findet unser Autor.

Haltern

, 25.05.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch seltene Tierarten wie der Gänsesäger lassen sich am Stausee beobachten.

Auch seltene Tierarten wie der Gänsesäger lassen sich am Stausee beobachten. © Rolf Behlert

Wer mit offenen Augen und Ohren um den Halterner oder den Hullerner Stausee wandert - und das möglichst zu einer Zeit, wenn wenige Menschen unterwegs sind - wird immer wieder auch Tiere beobachten können, die man nicht jeden Tag sieht.

Da treiben Kormorane im Schwarm Fische zusammen oder Graureiher streiten um die besten Nistplätze. Und kürzlich wurden sogar Wildschweine beim Schwimmen durch den See gefilmt. Die Stauseen dienen zunächst der Trinkwasserversorgung von Millionen Menschen im Ruhrgebiet und im südlichen Münsterland. Dafür sorgt die Gelsenwasser AG.

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Als Nebengeschäft hat sie auch den Sandverkauf der Halterner Quarzsande aus dem Stausee entwickelt, die bei der Glasherstellung Verwendung finden. Die Seen dienen also primär einer wirtschaftlichen Nutzung. Und danach steht der Erholungswert und der Tourismus ganz oben.

Dass sich trotzdem Refugien für die Tierwelt entwickelt haben, liegt vor allem an den Inseln in den Seen. Damit sich Tiere wohl fühlen, brauchen sie vor allem eins: ungestörte Rückzugsräume. Deshalb begrenzt Gelsenwasser die Nutzung des Sees auf die Sommermonate. Und lässt der Tierwelt auf den Inseln ihrer Ruhe. Das sollten auch die Badegäste, Paddler und Segler auf dem Stausee tun. Mal eben zur Insel rüber fahren oder schwimmen: Im Sinne des Naturschutzes ist das keine gute Idee.

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