Intercity rast bei Sythen in Metallstuhl

Lok schwer beschädigt

Wegen des Zusammenstoßes eines Zuges mit einem Stuhl war die Bahnstrecke zwischen Münster und Essen am Dienstagabend zwischen Dülmen und Haltern für knapp zweieinhalb Stunden komplett gesperrt. Wer den Stuhl auf die Gleise gelegt hat, wird derzeit ermittelt.

SYTHEN

, 01.03.2017, 16:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Intercity rast bei Sythen in Metallstuhl

Auf Höhe der Straße Auf dem Wehr hatten Unbekannte am Montagabend einen Stuhl auf die Gleise gelegt.

Der Fahrer des IC 118 hatte bei seiner Fahrt von Münster in Richtung Essen auf Höhe Sythen plötzlich einen Schlag verspürt und befürchtet, einen Menschen überfahren zu haben. Nachdem der Zug gestoppt hatte, stellte sich jedoch heraus, dass es sich nur um einen Stuhl aus Metall und Holz handelte, den Unbekannte auf die Gleise gelegt hatten. 

Der Triebwagen wurde bei dem Zusammenprall so stark beschädigt, dass er die reguläre Fahrt nicht fortsetzen konnte, sondern die Werkstatt ansteuern musste. Personen wurden zum Glück nicht verletzt.

Allerdings endeten von 20.20 bis 22.45 Uhr die Züge aus Essen in Haltern und die aus Münster in Dülmen. Für diese Zeit mussten die Fahrgäste auf einen eingerichteten Schienenersatzverkehr zwischen den beiden Städten ausweichen.

Schadensersatzklage

Angaben zu dem oder den Tätern konnte die zuständige Bundespolizei gestern noch nicht machen. Die Ermittlungen liefen allerdings, versicherte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage. Sollte der Verursacher ausfindig gemacht werden, droht ihm neben einer strafrechtlichen Verfolgung wegen „gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr“ auch eine zivilrechtliche Schadensersatzklage.

Und das könnte ziemlich teuer werden für ihn, wie der Sprecher der Bundespolizei betonte: „Nicht nur die entstandenen Kosten für die Reparatur der Lok müsste der Verursacher erstatten, sondern auch die, die der Deutschen Bahn durch den nötigen Schienenersatzverkehr entstanden sind.“

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