Jäger erlegten in der Haard 21 Wildschweine

Schwarzwildstrecke rückläufig

Bei einer revierübergreifenden Ansitzdrückjagd ging es den in der Haard beheimateten Wildschweinen an die Schwarte. Richtig zufrieden waren die Jäger allerdings nicht.

HALTERN

von Von Arno Pomplun

, 22.11.2011, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei der Jagd wurden 21 Wildschweine, ein Damkalb und elf Rehe erlegt.

Bei der Jagd wurden 21 Wildschweine, ein Damkalb und elf Rehe erlegt.

Ingo Lewing aus Marl, Vorsitzender der zuständigen Hegegemeinschaft Haard/Haardvorland, bedankte sich am Ende des Jagdtages bei Jägern und Treibern für die reibungslose Durchführung der Aktion. Mit dem Streckenergebnis zeigte er sich allerdings nicht so sehr zufrieden. Denn gegenüber dem Vorjahr war die Schwarzwildstrecke zum dritten Mal in Folge rückläufig. Im letzen Jahr wurden 25 Schweine erlegt. In einigen Revieren wurden trotz der intensiven Bewegungsjagd gar keine Sauen gesichtet. „Über die Gründe hierfür kann man nur spekulieren“, erklärte er. „Es ist eben schwer, in der Haard zu jagen. Man kommt kaum noch an das Wild heran. Der rege Publikumsverkehr, bedingt durch die derzeitig anhaltende Schönwetterperiode, die vielen Dickungen, die nach dem Orkan Kyrill herangewachsen sind und die besonders dem Schwarzwild sichere Einstände bieten – das könnten Erklärungen sein.

Vielleicht, so Ingo Lewing, lag es aber auch an der intensiveren Bejagung in der Vergangenheit. Diese wurde im Interesse der Landwirtschaft durchgeführt. Sie hat dazu beigetragen, die Bestände zu verringern. „Trotzdem müssen wir wachsam bleiben“, erklärte Lewing abschließend, „denn die Vermehrungsrate beim Schwarzwild ist enorm, zumal es auch in diesem Jahr wieder Eicheln in Hülle und Fülle gibt“. Und das freut besonders die Wildschweine, "denn Eicheln zählen in den Wintermonaten zu den kraftspendenden Malzeiten“. Eine Gruppe Jagdhornbläser sorgte am Ende des Jagdtages für den musikalischen Rahmen. Das waidmännische „Schüsseltreiben“, wie das Abendessen der Jäger genannt wird, wurde in der geschmückten Scheune von Haus Vogelsang serviert.

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