Jagdreiter lieferten sich spannende Duelle bei der Fuchsjagd in Haltern

rnFuchsjagd

Seit vielen Jahren wird beim Ländlichen Zucht-, Reit- und Fahrverein Haltern mit der traditionellen Fuchsjagd das Ende der „Grünen Saison“ eingeleitet. Am Samstag war es wieder soweit.

Haltern

, 07.10.2019, 13:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Samstagmorgen war es wieder soweit: 40 Jagdreiter und zwei Kutschen versammelten sich auf der Vereinsanlage, dem Halterner Görtzhof, zur „großen Jagdaufstellung“, und zogen nach dem Startkommando von Jagdleiter und „Master“ Hubert Schröer hinaus in die Halterner Wälder. Geritten wurde in zwei Feldern mit unterschiedlichen Anforderungen. Während die erfahrenen Jagdreiter im ersten Feld weite Galoppstrecken mit Sprüngen über Naturhindernisse absolvierten, lies es das zweite Feld etwas ruhiger angehen.

Jagdreiter lieferten sich spannende Duelle bei der Fuchsjagd in Haltern

Hannah La Roche entreißt Kimberley Hanspach den Fuchsschwanz bei den Ponys © Horst Lehr

Die Jagdstrecke führte die Reiter zuerst zum Lavesumer „Frettholz“ und danach über das alte Wasaggelände zum Reiterhof Budde. Dort wurde die Jagdgesellschaft mit einem deftigen warmen Imbiss und selbst gebackenem Kuchen als Nachtisch versorgt. So gestärkt ging es durch die Lavesumer Wälder zurück zur Vereinsanlage, wo die fleißigen Helfer schon das Fuchsfeld auf einem abgeernteten Maisacker abgesteckt hatten.

Spannende Durchgänge bei der Fuchsjagd

Jagdreiter lieferten sich spannende Duelle bei der Fuchsjagd in Haltern

Sophie Grüger ist neue Fuchsmajorin bei den Großpferden. © Horst Lehr

Bei der Jagd auf den Fuchsschwanz zeigten die Reiter dem Publikum nun in spannenden Durchgängen tolle Paraden. Hubert Schröer, bis dato amtierender Fuchsmajor, machte es seinen Angreifern nicht leicht. Doch letztendlich gelang es Sophie Grüger auf „Derek“ im dritten Umlauf, sich mit einem geschickten Wendemanöver, den Regeln entsprechend von der linken Seite anzunähern, und Schröer die begehrte Trophäe von der rechten Schulter zu reißen. Sie sagte glücklich aber noch etwas außer Atem: „Im fünften Anlauf habe ich es jetzt endlich geschafft“.

Bei den Ponys wurde aus Sicherheitsgründen in zwei Feldern geritten. Die aktuelle Fuchsmajorin Kimberly Hanspach wollte unbedingt ihren Titel verteidigen, ritt als Erste ins Fuchsfeld und konnte sich bis zum dritten Durchgang aller Angriffe erwehren. Doch wenige Sekunden vor Ablauf der vorgeschriebenen Jagdzeit war es vorbei. Hannah La Roche positionierte ihren „Jordis“ geschickt neben Hansbach, stellte sich in die Steigbügel und zog in einer letzen fließenden Bewegung den Fuchsschwanz an sich.

Im vollen Galopp durchs Gelände

Jagdreiter lieferten sich spannende Duelle bei der Fuchsjagd in Haltern

Hannah La Roche errang bei den Ponys den Titel der Fuchsmajorin. © Horst Lehr

Beim abschließenden großen Jagdrennen setzten die Reiter noch einmal alles auf eine Karte und preschten in voller Galoppade entlang des Maisfelds über die Rennstrecke. Im Ziel freute sich Janina Budde über den Sieg bei den Großpferden, tätschelte liebevoll ihrem „Harvey“ den Hals und sagte lachend: „Wir hatten hier aus dem letzten Jahr noch eine Rechnung offen“.

Gefeiert wurde der Titelgewinn am Abend beim gemütlichen Jagdausklang im Vereins-Casino am Görtzhof.

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