Kameras sollen bald Hallenbad überwachen

Nach sexueller Belästigung

Nachdem zwei zehnjährige Jungs im Freizeitbad "Aquarell" am 16. April sexuell belästigt wurden, sollen "so schnell wie möglich" neue Kameras installiert werden. Dies haben die für das Bad zuständigen Stadtwerke Haltern auf Anfrage erklärt.

HALTERN

, 25.04.2016, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kameras sollen bald Hallenbad überwachen

Badleiter Heinz van Buer möchte im Eingangsbereich des Freizeitbades "Aquarell" Kameras installieren.

Derzeit sind im Aquarell vier Kameras angebracht. Bei dreien handelt es sich allerdings um Attrappen. Lediglich eine sei echt und sende Live-Bilder eines Gangs, der zu einigen Umkleiden führt, an die Kasse des Freizeitbades. Es gebe aber derzeit keine Möglichkeit, diese Aufnahmen zu sichern, so Badleiter Heinz van Buer. Auch deshalb wollen die Stadtwerke nun investieren.

Eingänge im Blick

Drei Kameras sollen in Zukunft die Eingänge zum Hallenbad, zur Sauna und zum Freibad überwachen. "Optional sind derzeit noch zwei bis drei Kameras, die die Wege zu den Spinden filmen", so Heinz van Buer. Hier müssten noch datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt werden. "Wichtig ist, dass wir keine sensiblen Bereiche filmen", ergänzt Stadtwerkesprecher Thomas Liedtke.

Die Aufnahmen sollen 72 Stunden gespeichert werden. "Danach müssen sie gelöscht werden", erklärt Heinz van Buer das Prozedere. So hätte die Polizei aber genug Zeit, um die Bilder im Fall der Fälle auszuwerten. Auch nach der Tat am 16. April hätten die Beamten nach Aufnahmen gefragt.

Es sei aber klar, dass auch die neuen Kameras keine "hundertprozentige Sicherheit geben können", so Heinz van Buer. Aber wenn es dazu beitrage, das Sicherheitsbedürfnis der Badegäste zu erhöhen, sei dies ein richtiger Schritt, sagte Thomas Liedtke.

Vorfall in der Dusche

Bei dem Vorfall am 16. April betrat ein bisher unbekannter Mann die Männerdusche, in der sich auch die beiden Zehnjährigen aufhielten. Er näherte sich ihnen und nahm sexuelle Handlungen an sich vor. Dabei soll er sich so vor die Tür der Dusche gestellt haben, dass die Kinder Angst hatten, sie zu verlassen. Erst nach einigen Minuten ließ er die Kinder gehen.

Die Ermittlungen der Polizei dauern derweil an. Einen konkreten Tatverdächtigen gebe es derzeit noch nicht, so Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Täterbeschreibung: 170 bis 175 Zentimeter groß, kräftige Figur, schwarze, kurze Haare, bekleidet mit einer schwarzen Windschutzjacke, einer dunklen Jeans und einem Schal. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. (0800) 2361111.

     

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