Keine Weltreise startet ohne Bodenarbeit

27.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lavesum Fliegen zu können - der Traum ist so alt wie die Menschheit. Mehrere tausend Jahre dauerte es, bis er wahr wurde. Timo Bußkönning hegt schon lange den Wunsch, einmal selbst ein Flugzeug zu steuern.

Für ihn musste aber zunächst der Blick hinter die Kulissen eines Flughafens reichen. Der 15-jährige Gymnasiast aus Lavesum absolvierte ein zweiwöchiges Schülerbetriebs-praktikum am Dortmunder Flughafen. "Zwar auf dem Boden, aber immerhin ein erster Schritt", sagt Timo. Zwei Wochen lang bekam er Einblick in fast alle Abteilungen. "Das war schon aufregend. Morgens wusste ich nie, wo ich den Tag über landen würde."

Er hätte sich zwar gewünscht, länger an einer Stelle bleiben zu können, so aber lernte er die vielfältigsten Berufe beim Bodenpersonal kennen. Von Feuerwehr über Sicherheitsdienst, von Gepäckabfertigung und -kontrolle über Verkehrsleitung. "Schon im Anflug wird geprüft, wie viel nachzutanken ist. Der Tankzug steht dann sofort parat."

Begeistert haben ihn die Stunden im Tower. Zwei Fluglotsen absolvieren dort ihren Sechs-Stunden-Dienst. "Dass man gute Englischkenntnisse haben muss, ist klar. Aber von dem, was die geredet haben, habe ich kaum etwas verstanden", so Timo. "Ready for take-off" sei noch einfach gewesen, aber dann kamen "nur kurze prägnante Anweisungen".

Der Dortmunder Flughafen liegt mit zwei Millionen Passagieren und knapp 8400 Tonnen Luftfracht pro Jahr auf Platz 3 in NRW. Timo Bußkönning würde gern den Alltag auf einem größeren Flughafen kennen lernen. Doch ein solcher Praktikumsplatz ist schwer zu kommen.

Für den Bericht über sein Praktikum bekam er die Note "sehr gut". Immer noch schlägt sein Herz für das Cockpit: "Pilot zu sein, wäre mein Traum."

Bis dahin liegt ein langer Weg vor ihm. Die Anforderungen der Fluggesellschaften sind hoch. Timo bleibt am Ball. Für seine Praktikantenstelle in Dortmund hat er sich schon 18 Monate vor dem Termin beworben. "Die Nachfrage ist riesig." Sein Bewerbungsstil kam gut an. Mit ihm erlebten noch drei weitere junge Menschen, welche Arbeitsmöglichkeiten ein Flughafen bietet. ela

Lesen Sie jetzt