Kerstin Koch schickte Rezept von ganz weit weg

Spekulatius fehlten in Mexiko

Sie hat ihr Rezept online von Mexiko aus eingeschickt: Kerstin Koch ist mit ihren Spekulatius im neuen Backmagazin „Zuckerguss“ unseres Verlagshauses vertreten, das kürzlich erschienen ist. Die Zutaten weichen allerdings ein wenig von den üblichen Backmischungen für das vorweihnachtliche Gebäck ab.

HALTERN

, 13.11.2015, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kerstin Koch schickte Rezept von ganz weit weg

Kerstin Koch macht Backen Spaß. Hier knetet sie den Teig für die Spekulatius.

Gemahlene Nelken, Muskatnuss und Ingwer sind drin in den Plätzchen von Kerstin Koch, die durch braunen Zucker eine dunkle Färbung erhalten. „Das Rezept habe ich in Mexiko ausprobiert, wo es die hier üblichen Zutaten, insbesondere Spekulatiusgewürz, natürlich teilweise nicht gibt“, sagt sie.

Ende 2013 hat Kerstin Koch ihr Referendariat beendet: Sie möchte Grundschullehrerin werden. „Da ich bis dahin noch kein Auslandsjahr gemacht hatte, habe ich mir überlegt, es noch vor einer Festanstellung an einer Schule einzuschieben“, sagt sie.

"Botschafterin der deutschen Sprache"

Durch Bekannte erfuhr sie von einer Bildungseinrichtung in Monterrey im Norden Mexikos, in der Kinder zwischen eineinhalb und acht Jahren mehrsprachig aufwachsen. „Ich war sozusagen als Botschafterin der deutschen Sprache und Kultur dort“, berichtet sie. Von August 2014 bis Oktober dieses Jahres lebte und arbeitete sie in dem mittelamerikanischen Land. Vor einem Jahr überkam sie in der Adventszeit allerdings die Sehnsucht nach den leckeren Spekulatius aus der Heimat. „Beim Skypen sah ich meine Familie mit Kaffee und Spekulatius vorm PC sitzen“, erinnert sie sich.

Sie machte sich auf die Suche nach verfügbaren Zutaten und veranstaltete mit den Kindern ihrer Einrichtung einen Spekulatius-Backtag. „Ich war selbst etwas skeptisch, wie das Ergebnis ausfallen würde, aber ich wurde positiv überrascht.“

Am nächsten Tag beworben

„Gewürzkekse“: So nannte sie ihre Kreation, weil es in der englischen Sprache kein Wort für „Spekulatius“ gibt. Den Kindern in Mexiko mundete die würzige Mischung. „Und das obwohl so würzige Keks-Mischungen dort eher unbekannt sind“, freut sich Kerstin Koch. Auch in Mittelamerika verfolgte sie das Geschehen in ihrer Heimatstadt über das Facebook-Portal der Halterner Zeitung. „Als ich dort den Aufruf für das Zuckerguss-Magazin las, habe ich mich direkt am nächsten Tag beworben“, erinnert sie sich. 

Ihr Spekulatius-Teig muss nach dem Kneten drei Stunden in den Kühlschrank, anschließend braucht er zehn Minuten Backzeit bei 180 Grad.

Kuchen, Torten, Plätzchen und Gebäck für Advent und Weihnachten: Mehr als 60 Rezepte aus der Region enthält das Backmagazin zum Mitmachen „Zuckerguss“.
Fünf Rezepte stammen aus Haltern: Kerstin Koch, Monika Kleimann, Barbara Budey, Monika Galla-Erfkämper und Sandra Pruß verraten Geheimnisse aus ihrer Weihnachts-Bäckerei.
„Zuckerguss“ ist zum Preis von 4,90 Euro in der Geschäftsstelle der Halterner Zeitung, Gantepoth 10, erhältlich.

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