Kinder- und Jugendbeirat in Haltern schnell verpufft

Wenig Unterstützer

Die Ambitionen von Halterner Jugendlichen, sich in politische Entscheidungsprozesse einzumischen, sind relativ schnell verpufft. Die Mitglieder der neu gegründeten Kinder- und Jugendbewegung haben mitgeteilt, dass eine kontinuierliche Arbeit zurzeit nicht möglich sei.

HALTERN

, 29.06.2017, 05:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Haltern am See.

Haltern am See.

Boris Waschkowitz (Allgemeiner Sozialer Dienst/Stadt) verfasste auf Wunsch von Beate Pliete (SPD) und Franz Tepaße (Die Grünen) für den Ausschuss Generationen und Soziales (AGS) eine Chronologie der Entwicklungen zwischen 2015 und 2017.

„Im Dezember 2015 wurde der Verwaltung bekannt, dass sich eine kleine Gruppe junger Menschen zum Ziel gesetzt hat, ein Jugendparlament oder einen Kinder- und Jugendbeirat in Haltern zu gründen“, nannte Boris Waschkowitz den Ausgangspunkt. Im Januar 2016 folgte ein Antrag der FDP, ein solches Gremium zu installieren. Rat und Verwaltung befürworteten und unterstützten das Begehren der jungen Bürger Halterns. Sie legten aber Wert darauf, dass Diskussionen und Engagement auch tatsächlich von Kindern und Jugendlichen selbst bestimmt werden.

Den Initiatoren Felix Koch, Dariusch Rimkus und Jonas Zajonz ging es nicht um die reine Installation eines Gremiums, sondern um nachhaltige Mitwirkung. Deshalb gab es die Übereinkunft, sich unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft 78 (ein Kreis der Jugendverbände) zu engagieren. Den Titel „Kinder- und Jugendparlament“ sahen die Initiatoren als Projektnamen an, im Oktober 2016 änderten sie ihn in „Kinder- und Jugendbewegung“ (Kijube).

Im Januar sollte ein Termin mit Jugendamt und AG78-Vorsitzenden im Trigon stattfinden. „Trotz vorheriger Einladung erschien kein Teilnehmer. Die Jugendlichen entschuldigten sich später, die Einladung versehentlich nicht registriert zu haben“, berichtete Waschkowitz. Am 28. Februar bei der Zusammenkunft der AG 78 erklärten Nele Graf und Jonas Zajonz, dass wegen verschiedener Umstände (Studium, Abitur, Umzug) eine kontinuierliche Arbeit der KiJuBe nicht möglich sei. Man wolle sich auf punktuelle Aktionen konzentrieren. Am selben Tag wurde Jonas Zajonz zum Vertreter im Ausschuss Generationen und Soziales gewählt. Beate Pliete fasste zusammen: „Politik braucht einen langen Atem, auch bei jungen Menschen.“

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