Kinder- und Jugendbewegung plant Politdinner

Kijupa umbenannt

Das Halterner Kinder- und Jugendparlament (Kijupa) hat einen neuen Namen: Es heißt nun Kinder- und Jugendbewegung - kurz: Kijube. Dies wurde bei der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit (AG 78) in der Erich-Kästner-Schule bekannt gegeben. Die neue Bewegung hat dabei direkt ihr Programm vorgestellt.

HALTERN

, 21.09.2016, 16:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kinder- und Jugendbewegung plant Politdinner

Jonas Zajonz, Nele Graf und Felix Koch.

Nachdem der Rat der Stadt Haltern am See am 16. Juni einstimmig beschlossen hatte, dass das Kijupa unter dem Dach der AG 78 mitarbeiten sollte, sei die Umbenennung nur ein logischer Schritt gewesen, erklärten die beiden Vertreter Nele Graf und Jonas Zajonz am Dienstagabend. Denn „Parlament“ sei nun der falsche Begriff.

Nun müsse sich zeigen, ob die AG 78 das Gremium sein könne, „in dem Ihr Euch entwickeln könnt“, sagte die Vorsitzende der AG 78, Ruth Gerdes, in Richtung der beiden Vertreter. Diese stellten auch die ersten Projekte vor: So soll die Facebook-Seite der Bewegung erweitert werden. Es gibt nun regelmäßige Treffen und in der Küche der Realschule wird nach den Herbstferien ein „Politdinner“ stattfinden. „Dabei sollen Schüler der 9. und 10. Klassen des Gymnasiums und der Realschule mit Vertretern der Parteien gemeinsam kochen. Anschließend wird das Menü gemeinsam gegessen und dabei über Jugendthemen in der Lokalpolitik diskutiert“, so Nele Graf. Die Kijube wird mit den Schülern Fragen erarbeiten und moderieren.

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Ein weiteres Thema während der Sitzung der AG 78 war die Verbindung zwischen der Arbeitsgemeinschaft und dem Asylkreis. Dabei sollen die Schnittstellen weiter ausgebaut werden, sagte Ruth Gerdes. Gemeinsam wurden zudem Überlegungen angestellt, wie die Integration von jungen Flüchtlingen noch besser gelingen kann. Beispielsweise könnte die Jugendfeuerwehr bei jungen Asylbewerbern Mitgliederwerbung machen. Eine weitere Idee, die gut ankam: Schwimm- und Fahrradkurse speziell für Frauen.

Doch auch Probleme bei der Integration wurden besprochen. So dürften häufig gerade ältere Flüchtlingsmädchen nicht an gemischten Sportgruppen teilnehmen. Entsprechende Kurse nur für Mädchen könnten deshalb helfen, so der Tenor. Bei Jungen in beispielsweise Fußballvereinen sei die Integration dagegen völlig unproblematisch, hieß es. Auch wenn sie nur mittrainieren, aber aufgrund eines fehlenden Spielerpasses nicht an den Meisterschaftsspielen teilnehmen dürften. Dies ändere sich allerdings, sobald sich auch ihr Asylstatus ändern würde.

Ferienspaß "runde Sache"

Außerdem zog die Arbeitsgemeinschaft eine Bilanz des AG-78-Ferienspaßes: „Es war eine runde Sache“, so Ruth Gerdes. 40 Kinder, darunter vier syrische Flüchtlingskinder, trafen sich im Trigon, um von dort „ganz entspannt“ Ausflüge zu machen oder in der Einrichtung Spiele zu spielen oder zu basteln. Kritik gab es lediglich an der Verpflegung: Sie sei nur bedingt kindgerecht und zu üppig gewesen.

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