Kirchenkonzert: Töne hallen im Geiste nach

HALTERN Ein Ohrenschmaus besonderer Güte versprach das Konzert am Samstagabend in der Sixtuskirche zu werden. Das kirchenmusikalische Konzert von Chor, Pfarrorchester und Choralschola St. Sixtus konnte das Versprechen halten.

von Von Stefan Gewecke

, 26.10.2008, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hinterließen klanglich und optisch einen imposanten Eindruck: Kirchenchor, Pfarrorchester und Choralschule St. Sixtus unter der Leitung von Helmut Burgmer.

Hinterließen klanglich und optisch einen imposanten Eindruck: Kirchenchor, Pfarrorchester und Choralschule St. Sixtus unter der Leitung von Helmut Burgmer.

"Toll, dass so viele gekommen sind", freute sich Organist und Konzertleiter Helmut Burgmer über die proppevolle Sixtuskirche. "Unsere Orgel ist seit ihrem Bau 1973 eigentlich unterfordert", so Burgmer in seiner Begrüßungsrede. "Das wollen wir ab sofort ändern. Dazu muss die große Orgel neu intoniert und insgesamt renoviert werden. Dafür sammeln wir heute Abend."

Orgelpfeifen restauriert Vier Wochen lang hatte ein Orgelbauer aus dem Niederrheinischen die gut 1300 Orgelpfeifen abgenommen, gereinigt oder auch ausgetauscht. 17 von 38 Registern mussten dabei neu intoniert werden. Die Arbeiten an der Orgel sind noch nicht hundertprozentig abgeschlossen, es müssen jedoch nur noch einige wenige Justierungsfeinheiten vorgenommen werden. "Gute Unterhaltung kann ich Ihnen nicht wünschen, aber dass Sie sich zurücklehnen und ein schönes Konzert genießen, dazu lade ich Sie ein."

Es war ein Genuss

Es war ein Genuss, die neu intonierte Orgel, das Pfarrochester, die Choralschule, den Kirchenchor und die Sopranistin Eva Hoffmann in der Sixtuskirche zu erleben. Auf dem Programm standen unter anderem Auszüge von Joseph Haydns "Stimmt an die Saiten", Franz Schuberts "Domine, Non Sum Dignus" oder Mozarts "Laudate Dominum". Gänsehautstimmung Wenn die klare Stimme der Sopranistin Eva Hoffmann anhob, kurz darauf von den Streichern unterstützt wurde, um schließlich vom gesamten Chor getragen zu werden, erfüllten die Stimme die Kirche bis in den hintersten Winkel. Gänsehautstimmung. So war es zwischen den Liedern mucksmäuschenstill, die Töne hallten im Geiste nach. Bleibt zu hoffen, dass die Reparatur der Orgel schnell abgeschlossen wird, und sie in Zukunft eher über- als unterfordert wird.

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