Klassisches Konzert mit Amadé im Innenhof des Anna-Wohnheims in Haltern

Kammerphilharmonie Amadé

Überraschung im Innenhof des Anna-Altenwohnheims in Haltern: Die Kammerphilharmonie Amadé gab jetzt für alle Bewohner ein Konzert. Das hatte einen guten Grund.

Haltern

, 01.09.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unter der Leitung von Frieder Obstfeld wurde munter aufgespielt.

Unter der Leitung von Frieder Obstfeld wurde munter aufgespielt. © Beate Mertmann

Die Kammerphilharmonie Amadé mit Konzertmeisterin Phoebe Rosochacki (Violine) als Solistin gastierte jetzt im Altenwohnheim St. Anna. Ermöglich hatte das die Bürgerstiftung Halterner für Halterner.

Eine Stunde lang musizierten die Künstler am Freitagabend im Innenhof der Wohnanlage für die Bewohner. „Ein solches klassisches Konzert hatten wir hier noch nie. Welch ein Erlebnis für die 80 Bewohner, die Besucher und uns alle“, bedankte sich die Leiterin des Sozialen Dienstes, Sabine Sickmann, begeistert. Das Café und die Empore waren voll besetzt. „Und wir haben alle Fenster und Türen geöffnet“, sagt sie. Die Akustik sei großartig gewesen. Auch die Bewohner waren begeistert und spendeten reichlich Applaus.

Viele berühmte Solisten musizierten gemeinsam mit Amadé

Das 1997 gegründete Kammerorchester Amadé unter der Leitung von Frieder Obstfeld konzertierte in Zusammenarbeit mit berühmten Solisten schon beim Internationen Beethovenfest in Bonn, in Konzerthäusern in Dortmund, Köln, Berlin sowie bei renommierten Festivals im Ausland.

Die jetzige Tournee mit zwölf Auftritten in Berlin und zwölf in Nordrhein-Westfalen wird von verschiedenen Stiftungen gefördert. Ziele: Die Musik zu den Menschen bringen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind. Und zugleich die Musiker unterstützen, die allesamt hoch qualifizierte, aber freischaffende Künstler - und damit in der jetzigen Situation ohne Einnahmen sind.

Schwungvoll und spielfreudig

Klar, dass Amadé mit Mozart begann, ist doch der Name des Orchesters bei diesem entliehen. Sie spielen die populäre, schmeichelnde Salzburger Sinfonie F-Dur KV 138. Es folgen Haydns Konzert für Violine und Orchester G-Dur, sowie Dvoraks Notturno für Streicher op. 40. Ein schwungvolles, leichtes Programm, aber nicht leichtfertig, sondern mit Begeisterung gespielt. Und als Zugabe für die begeistert klatschenden Zuhörer Josef Lanners flotte „Regata Galopp“.

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