Klimaschutz zahlt sich aus

13.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Umweltfreundliche Kommunen sind wichtige Akteure bei der Erschließung des deutschen CO2-Minderungspotenzials sowie bei der Sensibilisierung der deutschen Öffentlichkeit auf lokaler und regionaler Ebene." Diesen Satz finden wir nicht etwa bei Greenpeace oder dem Naturschutzbund. Vielmehr ist er einer Kampagne der Bundesregierung vorangestellt, die längst die Bedeutung der Kommunen im Kampf um das Klima erkannt hat. Zwar muss letztendlich jeder einzelne Bürger selbst mithelfen, die Umwelt lebenswert zu erhalten. Doch ohne geeignete Anleitung und Vorbilder wird dies nicht gelingen. Genau hier kommen die Städte und Gemeinden ins Spiel.

Bisher hat die Pflanze Klimaschutz in Haltern im Vergleich zu anderen Kommunen eher ein Mauerblümchendasein geführt. Dachdämmung, Modernisierung von Heizungsanlagen, Erneuerung des Fuhrparks - das sind Maßnahmen, wie sie je nach Kassenlage auch jeder private Haushalte tätigt.

Das Beispiel Gladbeck zeigt, dass sich trotz mieser Haushaltslage etwas für die grüne Lunge eines Ortes tun lässt. Die Nachbarstadt, die sich übrigens auch am Wettbewerb Klimaschutzgemeinde beteiligte, setzt auf Dauerprojekte und arbeitet besonders eng mit den Schulen zusammen. So werden die Schüler zum Beispiel zu Umweltdetektiven, wenn sie der Vergeudung von Energie an ihrem Arbeitsplatz auf der Spur sind, um bares Geld für ihre Schule aufzutreiben (Fifty-Fifty-Projekt). Gleichzeitig nehmen sie Anregungen mit nach Hause und werden zu Multiplikatoren.

Bis die Pflanze Klimaschutz in Haltern so richtig aufblüht, ist noch einiges zu tun. Junge Familien, um die man mit so vielen anderen Gemeinden buhlt, würden sich von dem Schmuckstück angezogen fühlen.

Lesen Sie jetzt