Kodi will zurück nach Haltern - Vermieter bremst offenbar Umbau aus

Nach Deckeneinsturz

Im Februar 2020 stürzte beim Haushaltswarendiscounter Kodi ein Teil der Ladendecke ein. Seither ist das Geschäft geschlossen. Halterner fragen sich, wann wieder mit Kodi zu rechnen ist.

Haltern

, 19.01.2021, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Farbenfrohe Werbung neben verklebten, mit Graffiti besprühten Schaufensterscheiben: Im Geschäftslokal an der oberen Rekumer Straße tut sich nichts.

Farbenfrohe Werbung neben verklebten, mit Graffiti besprühten Schaufensterscheiben: Im Geschäftslokal an der oberen Rekumer Straße tut sich nichts. © Elisabeth Schrief

Mitten im laufenden Geschäftsbetrieb war am 15. Februar in der Halterner Kodi-Filiale die Decke auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern eingestürzt - mehrere Menschen wurden dabei leicht verletzt. Seitdem ist die Filiale an der Rekumer Straße geschlossen. Mehrfach hatte das Unternehmen aus Oberhausen eine Wiedereröffnung angekündigt und muss sie doch immer wieder verschieben.

Leider sind nach wie vor die baurechtlichen Voraussetzungen an der Immobilie Rekumer Straße seitens des Vermieters nicht geschaffen worden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens auf Nachfrage der Halterner Zeitung. „Wir sind lediglich Mieter und deshalb in diesem Punkt auf den Vermieter angewiesen, so dass der Umbau bisher nicht stattfinden konnte“, erklärte die Sprecherin.

Mehrfach nach partnerschaftlicher Lösung gesucht

Kodi sei sehr daran gelegen, den Kunden in Haltern treu zu bleiben beziehungsweise wieder zu werden. Man habe deshalb mehrfach versucht, das Thema mit dem Vermieter partnerschaftlich zu lösen, jedoch bisher ohne Erfolg. Kodi prüft inzwischen auch andere Optionen, dazu möchte sich das Unternehmen derzeit aber weiter nicht äußern.

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Im Oktober 2020 gab Kodi bekannt, ein technischer Sachverständiger habe die Unglücksursache untersucht und Baumängel am Gebäude festgestellt. Geschehen ist seither nichts.

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Der Haushaltswarendiscounter hatte im April 2005 einen langfristigen Mietvertrag mit der Eigentümerin abgeschlossen. Inzwischen gehört das vor Jahrzehnten gebaute Haus einer Grundstücksgemeinschaft.

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