Kommunen gründen in Haltern Energieeffizienz-Netzwerk

Zusammen Geld sparen

Neun Kommunen des Münsterlandes überprüfen, wie sie weiter Energie sparen können. Weil aber viele zusammen mehr erreichen als einer alleine, gründeten sie gestern auf Initiative der Gelsenwasser AG im Halterner Wasserwerk ein kommunales Energieeffizienz-Netzwerk. Voneinander lernen und Geld sparen, das ist ihr Ziel. Haltern sitzt mit im Boot.

HALTERN

, 09.06.2016, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Je 30 Unterschriften setzten Dr. Dirk Waider (Vorstand Gelsenwasser und Manager des Netzwerkes), die Bürgermeister aus Ascheberg, Horstmar, Lüdinghausen, Nordkirchen, Nordwalde, Olfen, Rosendahl sowie Beigeordneter Wolfgang Kiski in Vertretung für Bodo Klimpel unter das umfangreiche Vertragswerk. Die Dülmener Bürgermeisterin wird es in Kürze nach der Veranstaltung tun.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert das Projekt mit 570000 Euro über eine Laufzeit von drei Jahren. Jedes Mitglied des Netzwerkes wiederum zahlt pro Jahr 7000 Euro. Dafür gibt es am Ende eine Menge Wissen und bestenfalls einen vielfachen Gewinn durch die Einsparung von Energiekosten.

Einsparpotenziale

"Für Haltern ist dieses Netzwerk die logische Fortsetzung unseres Klimakonzeptes. Schon seit Jahren beobachten wir unseren Energieverbrauch. Jetzt sehen wir die Möglichkeit, mit Experten und Gelsenwasser als Energieversorger an der Seite weitere Einsparpotenziale zu entdecken", sagte gestern Halterns Beigeordneter Wolfgang Kiski. Auch die nachbarschaftliche Zusammenarbeit findet er nur positiv: "Das regionale Miteinander funktioniert seit Jahren sehr gut."

 

 

"Jede Kommune wird in den nächsten drei Jahren schauen, wo sie praktisch Energie einsparen kann", erläuterte Dr. Dirk Waider. Im Fokus stehen Bereiche wie Gebäude, Transport, Wasserversorgung, Schwimmbäder oder Straßenbeleuchtung. In viermal jährlich stattfindenden Sitzungen werden in Begleitung eines energietechnischen Beraters und unterstützend durch Fachvorträge Ideen ausgetauscht und Projekte definiert. "Vorschläge landen keinesfalls als Papierberge in Schubladen. Wir arbeiten zielorientiert. Das ist der Geist dieses Netzwerkes", erklärte Dr. Waider.

elektronische Plattform

Sein Unternehmen übernimmt die Projektleitung und Koordination des Austausches und legt jährlich einen Arbeitsbericht vor. Gelsenwasser gestaltet ferner eine elektronische Plattform als "Gesprächsforum". Auch Bürger sollen Einblick in das Netzwerk bekommen.

Der Bund fördert das Energieeffizienz-Netzwerk. Dabei geht es darum, zur Erreichung energiepolitischer Ziele, Einsparpotenziale zu erkennen und zu generieren. Gefördert wird die Gewinnung von Kommunen für die Einrichtung eines Netzwerks sowie Aufbau und Fortführung der Arbeit. Um die Kosten für jede Kommune zu begrenzen, bezuschusst Gelsenwasser die professionelle Arbeit.

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