Konzert bei Kerzenschein beendete Weihnachtszeit

HAMM-BOSSENDORF 90 Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten hatten zum "Konzert bei Kerzenschein" nach Flaesheim und Hamm-Bossendorf eingeladen. Sie begeisterten ihr Publikum und bescherten den Zuhörern Weihnachtsgefühle.

von Von Elke Rüdiger

, 11.01.2009, 15:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit Kerzenlicht zogen die Kinder zum "Hoch tut euch auf" der Chorgemeinschaft Heilig Kreuz in die Kirche ein.

Mit Kerzenlicht zogen die Kinder zum "Hoch tut euch auf" der Chorgemeinschaft Heilig Kreuz in die Kirche ein.

Die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Hamm-Bossendorf war wie zuvor die Stiftskirche in Flaesheim in warmes Kerzenlicht getaucht. Mit meditativen, adventlichen und weihnachtlichen Texten führte Pfarrer Gerd Baumann durch das Programm. Die Chorgemeinschaft Heilig Kreuz, der Kammerchor, der Polizeichor Bochum sowie Mitglieder der Bochumer Symphoniker beendeten mit dem Konzert die offizielle Weihnachtszeit.Langanhaltender ApplausMan konnte sich tragen lassen vom Flackern des Kerzenlichtes, abschalten, sich den sanften Klängen hingeben oder sich mitreißen lassen von den stimmgewaltigen Halleluja-Fanfaren. Das Publikum beider Konzerte war begeistertet und zollte den Sängern und Instrumentalisten langanhaltenden Applaus. 

Dirigent Wilhelm Keller hatte die Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalisten, neun in Flaesheim und vier in Hamm-Bossendorf, „im Griff“. Er zeigte sich nach dem zweiten Konzert am Samstag „sehr zufrieden“. Konnte er auch, denn seine drei Chöre, einzeln und gemischt, folgten jedem Fingerzeig. Unterstützt wurden die Chöre von den Solisten Uta Kokalj (Alt), Ellen Kutzner, Thekla Eseke (Sopran) und Karlheinz Frecker (Tenor).

Musikalische Reise durch die Welt Weihnachtslieder sind immer international gewesen, Wilhelm Keller nahm das Publikum mit auf eine musikalische Reise über Deutschland, England, Österreich, Amerika bis nach Argentinien. Mit seinem perfekt ausgewogenen Chorklang erfüllten die Chöre stimmtechnisch die höchsten Ansprüche. Die Sänger zeigten bei der sensiblen Ausgestaltung der Lieder ihre ganzen Qualitäten, ließen den Stimmungsgehalt hinter den Noten lebendig werden. Altbekannte Lieder wie „Zu Bethlehem geboren“, „Auf dem Berge, da wehet der Wind“ oder „Kommet, Ihr Hirten“ durften nicht fehlen. Krönender Abschluss mit "Stille Nacht" Der besondere Reiz dieses Konzertes lag in der Art, wie die Chöre die wunderbaren Melodien mit viel Gefühl als lebendige Glaubensaussage gestalteten. Sie verstanden es, ihre Beiträge abwechslungsreich und spannend zu gestalten, in dem sie Tempi, Dynamik und Lautstärke bewusst einsetzten: die süße Harfe, das leise „Still, still, still“, die gehauchte „Heilige Nacht“, aber auch das stimmgewaltige Halleluja in einem beschwingten, mitreißenden „Omnes de Saba venient“ von Joseph von Eybler. Dieser Beitrag des Kammerchores gehörte ebenso zu den Konzert-Höhepunkten wie das überzeugende "Heidschi bumbeidschi" (Polizeichor) oder das „Transeamus usque Bethlehem“ (Chorgemeinschaft). Den krönenden Abschluss bildete „Stille Nacht“ mit allen Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten. Der von Keller geschriebene Chorsatz befremdete nicht. Faszinierend war die in sich verwobene Melodiegestaltung.

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