Ladesäule an schwieriger Stelle - Halterner Firma setzt es trotzdem um

E-Mobilität

Haltern hat eine öffentlich zugängliche Ladesäule für Elektroautos mehr. Die steht an einer Stelle, die dafür eigentlich gar nicht ausgelegt ist. Aber eine Halterner Firma machte es möglich.

Haltern

19.06.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Inbetriebnahme der firmeneigenen Ladesäule durch Alexander Handke (l., Leiter Einkauf), Olaf Huscher (M., Geschäftsführung) und Petra Huscher (Personal)

Inbetriebnahme der firmeneigenen Ladesäule durch Alexander Handke (l., Leiter Einkauf), Olaf Huscher (M., Geschäftsführung) und Petra Huscher (Personal). © KSK Kuhlmann-System-Kühltechnik

Die KSK Kuhlmann-System-Kühltechnik GmbH nimmt auf ihrem Firmenparkplatz im Gewerbepark „Am Prozessionsweg“ eine öffentlich zugängliche Ladesäule in Betrieb.

Diese kann von zwei separaten Parkbuchten erreicht werden und verfügt nach Unternehmensangaben über zwei Ladepunkte mit einer Typ-2 Steckverbindung und einer Wechselstrom-Leistung von jeweils 22 kW.

Wallboxen für die Garage haben eine maximale Leistung von 11 kW

Zum Vergleich: Die meisten handelsüblichen Wallboxen für die Installation in der heimischen Garage verfügen über eine Leistung von maximal 11 kW. Die Ladedauer an der 22 kW-Säule verkürzt sich bei entsprechend ausgerüsteten Fahrzeugen um etwa die Hälfte, teilt „KSK Kuhlmann-System-Kühltechnik“ mit.

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„Die Installation der Ladesäule war für uns ein logischer Schritt“, so Geschäftsführer Olaf Huscher. „Wir verfügen über die notwendige Trafo-Leistung auf unserem Firmengelände und erzeugen mit unserer Solarstromanlage tagsüber selbst Strom.“ Diesen wolle man den Mitarbeitern mit Elektroauto zur Verfügung stellen.

Ladesäule ist nicht nur die Mitarbeiter da

Profitieren sollen von der installierten Säule jedoch nicht nur die Mitarbeiter der KSK selbst. Auf Anfrage kann die Ladesäule auch für die gewerblichen Nachbarn, wie den ambulanten Pflegedienst PuG Pflege- & Gesundheitsteam GmbH, oder interessierte Privatleute freigeschaltet und so mitgenutzt werden.

Entstanden sei die Idee beim „Unternehmerfrühstück“ der Wirtschaftsförderung der Stadt Haltern am See zum Thema „Ressourceneffiziente Gewerbegebiete“, so Geschäftsführer Andreas Höwedes.

Öffentliche Trafo-Kapazitäten reichen nicht aus

„Nachdem sich herausstellte, dass die für das Gewerbegebiet öffentlich installierten Trafo-Kapazitäten zur Installation von Ladesäulen nicht ausreichen, haben wir uns im Nachgang zu den Gesprächen entschlossen, selbst aktiv zu werden und Leistungsreserven unseres firmeneigenen 10 kV Trafo zu nutzen“, so Höwedes weiter.

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Sollte sich die Testphase mit der ersten installierten Säule als erfolgreich erweisen, plant die KSK die Errichtung weiterer Säulen. Die technischen Voraussetzungen wurden bereits von einem externen Dienstleister überprüft. Unklar ist noch, ob Ladesäulen auch außerhalb des eigenen Firmengeländes mit Anschluss an den KSK-Trafo errichtet werden können. Erste Gespräche mit der Stadt scheiterten an der Verkabelung der Säulen über eine öffentliche Straße hinweg.

Übersicht über andere öffentliche Ladesäulen

Weitere öffentliche Ladensäulen gibt es laut Internetseite der Stadtwerke Haltern an folgenden Standorten in Haltern am See (ohne Gewähr): Koeppstraße, Kärntner Platz, Schulzentrum, Hotel Seehof, Stadtwerke, Freizeitbad Aquarell, Grundschule Sythen, Edeka Sythen, Stadtmühle/Hellweg, Hullern Kirche, Flaesheim Stiftsplatz, Heimvolkshochschule Gottfried Könzgen, ADAC/Rallye Club Haltern, Ketteler Hof, Autohaus Mitteldorf (Bossendorf), Lorenkamp 10, Hagebaumarkt Frieling, Automobile Heddier, Autobahnraststätte Hohe Mark Ost und West, Blumen Haunert und Hotel Seehof.

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