Landesnotunterkunft: Bezirksregierung prüft weiterhin ehemaliges Zechengelände

Entscheidung rückt näher

Wird das alte Schachtgelände Auguste Victoria 8 in Lippramsdorf bald als Landeseinrichtung für 1000 Flüchtlinge genutzt? Bekanntlich prüft die Bezirksregierung, ob die Zechengebäude brauchbar sind (wir berichteten). Ein Plan, der zuletzt für Diskussionen gesorgt hat.

HALTERN

, 24.01.2016, 18:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landesnotunterkunft: Bezirksregierung prüft weiterhin ehemaliges Zechengelände

Das Verwaltungsgebäude von Schacht 8 in Lippramsdorf soll möglicherweise als Flüchtlingsunterkunft dienen.

"Noch ist nichts beschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine konkreten Neuigkeiten zu verkünden", wiegelte Thomas Drewitz, Pressesprecher der Bezirksregierung Münster, am Freitag eine Anfrage unserer Redaktion ab. Weiterhin, so Drewitz, arbeite der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes daran, ein Raumkonzept für den Gebäudekomplex auf dem stillgelegten Zechengelände zu erstellen. Dieses beinhalte Themen wie die Wasser- und Stromversorgung, den erforderlichen Sanierungsaufwand sowie eine abschließende Kosten-Nutzen-Rechnung.

Gespräch am Nachmittag

Doch schon am Montag (25.1.) könnte eine Entscheidung darüber, wie es auf dem Gelände weitergeht, näher rücken. Denn: Am Nachmittag will sich Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller von Mitarbeitern des zuständigen Bau- und Liegenschaftsbetriebs über den aktuellen Sachstand unterrichten lassen. "Möglicherweise können wir danach Neuigkeiten verkünden", so Pressesprecher Drewitz.

Politik äußert Bedenken

Eigentlich müsste das stillgelegte Zechengelände in Lippramsdorf laut Rahmenbetriebsplan der Natur zurückgegeben werden. Eine Zwischennutzung ist jedoch möglich. Und die RAG-Montan Immobilien, die nach der Stilllegung der Zeche den Schachtstandort verwaltet, ist zu einer Vermietung bereit.

Vertreter von CDU, FDP und WGH hatten zuletzt große Bedenken zu den Plänen geäußert, weil sie bei einer Unterbringung von Flüchtlingen in der angedachten Größenordnung vor allem eine Überforderung des Dorfes befürchten. "Den idealen Standort für eine solche Einrichtung wird es nicht geben", bemerkte Michael Zimmermann von den Grünen. Als letzte Partei bezieht nun auch die SPD Stellung zu den Plänen der Bezirksregierung (siehe Stellungnahme unten).

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