Laubkörbe wird es nicht geben

Laubkörbe, wie von der SPD und FDP beantragt, wird es in Haltern nicht geben. „Die Idee finde ich sympathisch“, sagte Marlies Wesseler (Grüne), „aber die Anschaffung der Körbe und die anschließende Bewirtschaftung sind zu teuer.“ Warum, das wurde am Dienstagabend, 2. Juni, im Ausschuss dargestellt.

HALTERN

, 03.06.2015, 18:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laubkörbe wird es nicht geben

Anwohner müssen Laub beseitigen. Viele Wissen aber nicht, wohin damit. Laubkörbe hätten helfen können, die wird es aber nicht geben in Haltern. Das entschied sich jetzt im Ausschuss.

Wie teuer, dazu wurde Christian Hovenjürgen (Finanzen, Stadt Haltern) sehr deutlich: „Wenn wir die Stadt flächendeckend ausstatten, müssten wir die Straßenreinigungsgebühren wieder einführen.“ CDU, Grüne und Wählergemeinschaft lehnten deshalb das Ansinnen von SPD und FDP ab.

Die beiden Parteien hatten den Antrag im Februar gestellt mit Blick auf jene Bürger, die jedes Jahr im Herbst mit großen Laubmengen von Straßen- und Parkbäumen zu kämpfen haben. Sie haben die Reinigungspflicht, wissen aber oft nicht, wohin mit dem Laub. Zentrale aufgestellte Gitterboxen sollten ihnen die (kostenlose) Entsorgung erleichtern. Dann wäre die Stadt in der Pflicht, regelmäßig alle sechs Wochen zu leeren.

Unterstützung notwendig

Nach der Herbstsaison sollten die Körbe abgebaut und eingelagert werden. „Wir müssen die Bürger unterstützen“, warb Arno Huesmann (SPD) im Ausschuss für ein positives Votum.

„Für diesen Vorschlag haben wir kein Personal. Das Aufstellen, die Entleerung sowie der Transport des Laubes müssten deshalb an eine Fremdfirma vergeben werden“, äußerte sich dazu Gerd Becker, Leiter des Baubetriebshofes. Dafür ermittelte er pauschale Gesamtkosten von 11.367 Euro pro Jahr für die Anschaffungskosten von 50 Gitterboxen, Abfuhr und Entsorgung.

Kleiner Dienstweg

Zurzeit regelt die Stadt Engpässe auf kleinem Dienstweg. Anwohner von rund 26 Straßen mit hohem städtischem Baumbestand sammeln das Laub in Säcken, die der Baubetriebshof nach Terminabsprache abholt. Pro Sack fällt eine Entsorgungsgebühr von 50 Cent an, Kosten für die Abfuhr entstehen nicht.

Die Grünen Tonnen, davon sind 4600 in Haltern im Umlauf, werden ab Ende September zur Erleichterung wöchentlich geleert. Gerd Becker: „Üblicherweise sind zwei bis drei Mitarbeiter mit einem Fahrzeug und einem Hänger für die Laubbeseitigung abgestellt. Dieses Konzept hat sich seit Jahren bewährt.“ Um die Bürger nicht weiter finanziell zu belasten, soll es bei diesem Modell bleiben. 

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