Eggebrecht-Schließung: Lavesumer machen sich Sorgen um die Gestaltung ihres Dorfes

rnCDU-Antrag

Die dörfliche Struktur von Lavesum muss erhalten bleiben, am besten auch die alte Gaststätte Eggebrecht. Diese Stimmung nimmt die CDU in Lavesum wahr und reagiert entsprechend.

Lavesum

, 27.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In zentraler Lage will die Firma Generalbau Stock entlang der Merfelder Straße ein neues Baugebiet entwickeln. Vorgesehen sind Wohnungen, aber auch Läden, Dienstleister und Handwerksbetriebe. Geplant sind Häuser mit maximal zwei Vollgeschossen, in den Randbereichen an der Merfelder Straße allerdings soll höher gebaut werden. Der Rat hat im Juli 2019 beschlossen, hierfür den Bebauungsplan „Am Schafstall - Lavesum“ aufzustellen.

Zusätzlich wird auf dem Grundstück des abgerissenen Biko-Marktes in direkter Nachbarschaft zum Kastanienhof gebaut. Das Grundstück befindet sich in Privateigentum.

Lavesumer sollen über Baupläne informiert werden

„In Lavesum herrscht eine große Verunsicherung“, stellt Werner Hesse, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Lavesum, fest. Deshalb wird der Ortsverband die geplanten Veränderungen in der Mitgliederversammlung im März zum Thema machen. Außerdem will die CDU, so Werner Hesse, eine Informationsveranstaltung mit städtischem Bauamt und Investor organisieren. Diesen Terminen vorgreifend, hat sie bereits jetzt Initiative ergriffen.

Gemeinsam mit der Fraktion stellt sie einen Antrag an Bürgermeister Bodo Klimpel und den zuständigen Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt: Sie fordert, den Bebauungsplan bis Haus Eggebrecht auszuweiten und bereits gestellte Bauanträge zunächst zurückzustellen, bis der B-Plan beschlossen ist. Eine Herausnahme der ehemaligen Biko-Markt-Fläche aus dem Bebauungsplan, um Bauvorhaben auf Grundlage des Paragrafen 34 des Baugesetzbuches zu genehmigen, soll die Politik ablehnen.

CDU schlägt vor: Bauanträge zurückstellen

„Wir wünschen uns eine geordnete dörfliche Entwicklung sowohl im Gebiet Schafstall als auch entlang der Rekener Straße“, sagt dazu Vorsitzender Hesse. Deshalb könne man einer Herausnahme des Biko-Markt-Grundstücks auch nicht zustimmen. Der im Arbeitskreis § 34 vorgestellten Planung widerspricht die CDU ausdrücklich: Die vorgesehenen 2,5-Geschosse wurden zu einer massiven und erdrückend wirkenden Bebauung führen, sind sich die Politiker sicher.

Es geht der CDU darum, bei der Planung städtebauliche Interessen der Stadt zu wahren. Dafür müssten Bauanträge zurückgestellt beziehungsweise mit einer Veränderungssperre gesichert werden.

Eine einheitliche Planung wünscht sich die CDU auch mit Blick auf das Ortsteilforum Lavesum Ende des Jahres, wo die Schwächen und Stärken des Ortes diskutiert werden. Der Ortsverband ist optimistisch, für seinen Antrag Zustimmung im Ausschuss und Rat zu finden.

Lesen Sie jetzt