Bahnverkehr

Lebensgefährlich: Jugendliche springen in Haltern auf abfahrenden Zug

Bedenkliche Aktion zweier Jugendlichen am Freitagnachmittag am Bahnhof Haltern: Mit einem Sprung begaben sich die beiden auf eine abfahrende Lok und waren kilometerweit mit dem Zug unterwegs.
Am Bahnhof Haltern kam es zu einem lebensgefährlichen und waghalsigen Manöver von zwei Jugendlichen. © Benjamin Glöckner

Zwei Jugendliche haben am Freitagnachmittag (23. April) ihr Leben riskiert: Am Bahnhof Haltern sprangen sie auf eine abfahrende Lok auf und fuhren bei hoher Geschwindigkeit mit dem Zug mit. Nach Meldung der Bundespolizei haben sich die Jugendlichen damit in Lebensgefahr begeben.

Gegen 15 Uhr alarmierten mehrere Zeugen das Bundespolizeirevier in Recklinghausen. Erste Ermittlungen ergaben, dass im Bahnhof Haltern am See zwei Jugendliche kurz vor Abfahrt des RE 2 auf die schiebende Lok aufgesprungen seien. Anschließend sei der RE 2 in Richtung Marl-Sinsen losgefahren, teilte die Bundespolizei mit.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Zug bereits eine enorme Geschwindigkeit erreicht, so dass die jugendlichen nach seiner Aussage große Mühe hatten, sich festzuhalten.

Züge verspäten sich im Anschluss

Nach Angaben des Triebfahrzeugführers, fuhr der Zug teilweise bis zu 140 Km/h. Als er über die leichtsinnigen Mitfahrer informiert worden ist, hat er den Zug außerplanmäßig in Marl-Sinsen anhalten lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Jugendlichen bereits unerkannt verschwunden. Durch den Vorfall verspäteten sich nachfolgende Züge.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein und bittet Zeugen um Hinweise. Wer kann Angaben zu Tatverdächtigen geben? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 68 88 000 oder jede Polizeidienststelle entgegen.

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