Legionäre marschieren wieder

Römertage

Kochen, schmieden, Schwerter schwingen - am Römermuseum und am Stausee ist am Wochenende wieder das alte Rom zum Leben erwacht. Mehrere tausend Besucher waren nach Haltern gekommen, um sich die Römertage anzuschauen. Die boten zum ersten Mal auch Magie.

HALTERN

von Von Angela Wiese

, 09.09.2012, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Aufmarsch der Römer.

Der Aufmarsch der Römer.

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Römertage 2012

Die traditionellen Römertage am ersten September-Wochenende im Jahr 2012 erweckten das Alte Rom zum Leben. Die Legionäre erschienen in ihren Rüstungen, die Stände boten Möglichkeiten zum Mitmachen und auf dem Stausee konnten die Besucher in nachgebauten Flusskriegsschiffen sich in die Riemen legen.
09.09.2012
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Flavius Josephus bewachte das Camp der restlichen Römer.© Foto: Angela Wiese
Rüdiger Bartkowiak zeigte, wie er mit Pfeil und Bogen umgehen kann.© Foto: Angela Wiese
Auch Wefing selbst zog sich der Zeit angemessen an, schmückte ihr Gewand zum Beispiel mit dieser Kragenfiebel. Ein Schmuck, den eine Frau 25 vor unserer Zeit getragen haben kann.© Foto: Angela Wiese
Rüdiger Bartkowiak hat ein Faible für Bögen und zeigte den Besuchern, wie sie ihn richtig halten. Schießen durften nur Geübte.© Foto: Angela Wiese
Wie Speere, Pfeile und Bögen hergestellt werden, erfuhren die Besucher an diesem Stand.© Foto: Angela Wiese
Wie Pfeile, Bögen und Speere hergestellt wurden, erfuhren die Besucher an einem der Stände.© Foto: Angela Wiese
Schmied Martin Becker hat selbst das Schmiedefeuer, das über ein Gebläse funktioniert, selbst hergestellt. Es ist eine mögliche Nachbildung eines Schmiedefeuers aus dem 2. Jh. n. Chr.© Foto: Angela Wiese
Christa-Marie Wefing zeigte den Umgang mit einem Webkamm.© Foto: Angela Wiese
Keine römische, dafür aber eine keltische Zierborte hat Wefing so angefertigt.© Foto: Angela Wiese
Ein echter Römer hält das aus: circa 40 Grad wird es Andre Robin alias Flavius Josephus in der prallen Sonne unter der Rüstung warm.© Foto: Angela Wiese
Der Aufmarsch der Römer.© Foto: Angela Wiese
Bei den Römertagen konnten sich die Besucher selbst Münzen prägen.© Foto: Angela Wiese
Auf den Münzen: Augustus© Foto: Angela Wiese
Fleur beschrieb im Magierbüro ein Metalltäfelchen. Ihr Wunsch: Gesundheit.© Foto: Angela Wiese
Im Magier konnten Besucher kleine Täfelchen beschreiben. Sie sollen zum Beispiel Gesundheit bringen. Wahlweise können auch Flüche gegen andere darauf geschrieben werden.© Foto: Angela Wiese
Beschriebene Täfelchen im Magierbüro.© Foto: Angela Wiese
Was tun gegen Bauchschmerzen? Im Officina Magica, im Magierbüro, erfuhren es die Besucher.© Foto: Angela Wiese
Ein Highlight bei den Römertagen: Die Show der Legionäre. Bei diesem saß die Rüstung nicht, also musste er Liegestütze machen.© Foto: Angela Wiese
Die Legionäre in voller Montur.© Foto: Angela Wiese
Kopfbedeckung, Kettenhemd, Rüstung - trotz Hitze bekamen die Zuschauer das volle Programm von den Legionären.© Foto: Angela Wiese
Der Marsch der Legionäre.© Foto: Angela Wiese
Viele Besucher schauten sich die Show der Legionäre an.© Foto: Angela Wiese
Monika Schwab betreute die Nachbildung einer Taverne - natürlich im entsprechenden Gewand.© Foto: Angela Wiese
Susanne Berg zeigte, wie die Römer aus Halbedelsteinen Lidschatten herstellten.© Foto: Angela Wiese
Till Bisping war begeistert von den Römertagen - nicht zuletzt, weil er sich selbst eine Rüstung bauen konnte. Andreas, Andrea (r.) und Iris Bisping haben gerne das Essen probiert.© Foto: Angela Wiese
In diesem Jahr konnten sich die Besucher im Rudern auf zwei Schiffen probieren.© Foto: Angela Wiese
Ulf (v. Mitte) ist gespannt, wie die fahrt in der Nachbildung eines römischen Schiffes wird. Rudern kann er mit neun noch nicht, das erledigen die Erwachsenen für ihn.© Foto: Angela Wiese
In diesem Jahr war neben der Victoria ein weiteres Schiff auf dem Stausee unterwegs.© Foto: Angela Wiese
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit und ruderten in den Nachbildungen römischer Schiffe mit.© Foto: Angela Wiese
Martin Becker schmiedete auch bei der Hitze.© Foto: Angela Wiese
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„Diebstähle kamen oft in Thermen vor“, erklärt Historikerin Marianne Gorissen, die bei den Römertagen das Magierbüro betreute. Bevor der Römer ins Bad konnte, musste er die Sachen ablegen. Dann kam es vor, dass sie später weg waren. Beim Magier konnte das Opfer auf Fluchtäfelchen genau aufführen, was ihm fehlte. Dazu, dass der Übeltäter solange nicht sitzen, liegen, schlafen oder Ähnliches sollte, bis er alle Sachen zurück gebracht hat. „Gegen Krankheiten“, entschied sich aber Fleur, wofür das Mädchen ein magisches Täfelchen beschreiben wollte, und bastelte drauf los.

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Römertage 2012

Die traditionellen Römertage am ersten September-Wochenende im Jahr 2012 erweckten das Alte Rom zum Leben. Die Legionäre erschienen in ihren Rüstungen, die Stände boten Möglichkeiten zum Mitmachen und auf dem Stausee konnten die Besucher in nachgebauten Flusskriegsschiffen sich in die Riemen legen.
09.09.2012
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Flavius Josephus bewachte das Camp der restlichen Römer.© Foto: Angela Wiese
Rüdiger Bartkowiak zeigte, wie er mit Pfeil und Bogen umgehen kann.© Foto: Angela Wiese
Auch Wefing selbst zog sich der Zeit angemessen an, schmückte ihr Gewand zum Beispiel mit dieser Kragenfiebel. Ein Schmuck, den eine Frau 25 vor unserer Zeit getragen haben kann.© Foto: Angela Wiese
Rüdiger Bartkowiak hat ein Faible für Bögen und zeigte den Besuchern, wie sie ihn richtig halten. Schießen durften nur Geübte.© Foto: Angela Wiese
Wie Speere, Pfeile und Bögen hergestellt werden, erfuhren die Besucher an diesem Stand.© Foto: Angela Wiese
Wie Pfeile, Bögen und Speere hergestellt wurden, erfuhren die Besucher an einem der Stände.© Foto: Angela Wiese
Schmied Martin Becker hat selbst das Schmiedefeuer, das über ein Gebläse funktioniert, selbst hergestellt. Es ist eine mögliche Nachbildung eines Schmiedefeuers aus dem 2. Jh. n. Chr.© Foto: Angela Wiese
Christa-Marie Wefing zeigte den Umgang mit einem Webkamm.© Foto: Angela Wiese
Keine römische, dafür aber eine keltische Zierborte hat Wefing so angefertigt.© Foto: Angela Wiese
Ein echter Römer hält das aus: circa 40 Grad wird es Andre Robin alias Flavius Josephus in der prallen Sonne unter der Rüstung warm.© Foto: Angela Wiese
Der Aufmarsch der Römer.© Foto: Angela Wiese
Bei den Römertagen konnten sich die Besucher selbst Münzen prägen.© Foto: Angela Wiese
Auf den Münzen: Augustus© Foto: Angela Wiese
Fleur beschrieb im Magierbüro ein Metalltäfelchen. Ihr Wunsch: Gesundheit.© Foto: Angela Wiese
Im Magier konnten Besucher kleine Täfelchen beschreiben. Sie sollen zum Beispiel Gesundheit bringen. Wahlweise können auch Flüche gegen andere darauf geschrieben werden.© Foto: Angela Wiese
Beschriebene Täfelchen im Magierbüro.© Foto: Angela Wiese
Was tun gegen Bauchschmerzen? Im Officina Magica, im Magierbüro, erfuhren es die Besucher.© Foto: Angela Wiese
Ein Highlight bei den Römertagen: Die Show der Legionäre. Bei diesem saß die Rüstung nicht, also musste er Liegestütze machen.© Foto: Angela Wiese
Die Legionäre in voller Montur.© Foto: Angela Wiese
Kopfbedeckung, Kettenhemd, Rüstung - trotz Hitze bekamen die Zuschauer das volle Programm von den Legionären.© Foto: Angela Wiese
Der Marsch der Legionäre.© Foto: Angela Wiese
Viele Besucher schauten sich die Show der Legionäre an.© Foto: Angela Wiese
Monika Schwab betreute die Nachbildung einer Taverne - natürlich im entsprechenden Gewand.© Foto: Angela Wiese
Susanne Berg zeigte, wie die Römer aus Halbedelsteinen Lidschatten herstellten.© Foto: Angela Wiese
Till Bisping war begeistert von den Römertagen - nicht zuletzt, weil er sich selbst eine Rüstung bauen konnte. Andreas, Andrea (r.) und Iris Bisping haben gerne das Essen probiert.© Foto: Angela Wiese
In diesem Jahr konnten sich die Besucher im Rudern auf zwei Schiffen probieren.© Foto: Angela Wiese
Ulf (v. Mitte) ist gespannt, wie die fahrt in der Nachbildung eines römischen Schiffes wird. Rudern kann er mit neun noch nicht, das erledigen die Erwachsenen für ihn.© Foto: Angela Wiese
In diesem Jahr war neben der Victoria ein weiteres Schiff auf dem Stausee unterwegs.© Foto: Angela Wiese
Viele Besucher nutzten die Gelegenheit und ruderten in den Nachbildungen römischer Schiffe mit.© Foto: Angela Wiese
Martin Becker schmiedete auch bei der Hitze.© Foto: Angela Wiese
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Nicht nur gucken, sondern anfassen und teilweise ausprobieren konnten die Besucher der Römertage auch an den anderen rund 13 Ständen vor dem Museum. Aprikosen mit Pfeffer und Minze bot zum Beispiel Monika Schwaab als typisch römische Vorspeise an. Stilecht im römischen Gewand, mit eingearbeiteter Seide und Goldfäden.

Weniger von den Speisen, dafür besonders von seiner neuen Rüstung war Till begeistert, der mit seinen Eltern extra aus Lippstadt angereist war. „Ich habe mir Schild und Helm gebastelt“, sagte er mit seiner silbernen Pappe auf dem Kopf. Abkühlung bot ihm später die Ruderfahrt in einem der beiden Flusskriegsschiffe auf dem Stausee. Wie es Tradition ist, marschierten am Wochenende auch die Legionäre wieder in ihren glänzenden Rüstungen auf und zeigten den Zuschauern, wie ein Legionär im Alten Rom die Waffen führte.

Sportlichkeit und Durchhaltevermögen bewiesen die Legionäre bei den Römertagen. Trotz hoher Temperaturen und praller Sonne warfen sich die Männer die Rüstung über. Vom Kettenhemd bis zum Eisenhelm. Ein Anblick, den sich am Wochenende kaum ein Besucher entgehen lassen wollte.Ein bis zwei Stunden hielt so zum Beispiel „Flavius Josephus“ durch. „Ich bewache das Camp“, erklärte er in seiner rund 25 Kilogramm schweren Ausrüstung inklusive Schild. Dass ihm dabei der Schweiß über die Stirn rann, machte ihm nicht viel aus. Genauso wenig wie seinem Legionärskumpan, der bei der Show zu Liegestützen verdonnert wurde. Seine Rüstung sitze nicht richtig, hatte ihm der Vorgesetzte im Spiel vorgeworfen. Die Sitten im Alten Rom waren offenbar streng. Das Publikum genoss das Schauspiel.

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