Lego Bausteine sind die Leidenschaft von Andreas Engemann

Der Lego-Mann

Was Andreas Engemann aus Legosteinen baut, ist nicht alltäglich: Die bunten Steine sind für ihn kein Spielzeug, sondern ein echtes Hobby.

Haltern

, 14.09.2019, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lego Bausteine sind die Leidenschaft von Andreas Engemann

Lego ist seine Leidenschaft: Andreas Engemann baut unter anderem Förderanlagen, die kleine Bälle transportieren. © Jürgen Wolter

Wie viel Legosteine sich in den Kisten in seinem Hobbykeller befinden, kann Andreas Engemann aus Sythen nur schätzen. „Sicher mehrere Hunderttausend“, sagt er. Die bunten Plastiksteine sind für ihn mehr als Spielzeug: Sie sind zu seinem Hobby geworden.

Kreativ gebaut und gebastelt hat Andreas Engemann immer. Der 55-Jährige stammt aus Laer in der Nähe von Steinfurt, vor zehn Jahren zog er der Liebe wegen nach Sythen. „Einige Legosteine habe ich damals schon mitgebracht“, sagt er und schmunzelt.

So viele wie heute waren es aber bei Weitem nicht. Beruflich ist Andreas Engemann als Maschinenbautechniker bei einer Firma in Schermbeck beschäftigt. „Dort bauen wir Förderanlagen“, sagt er. Und das tut er inzwischen auch in seinem Hobbykeller im Miniaturformat.

Viele kreative Hobbys

Lego war aber nicht seine erste Hobby-Leidenschaft. Playmobil und Fischer-Technik beschäftigten den Tüftler zunächst. Eine Modellbahnanlage stand ebenfalls im Keller. „Dann habe ich mir bei einem Besuch in Spielwarengeschäft einmal ein Modellauto vom Lego gekauft, habe es mir selbst zu Weihnachten geschenkt“, sagt Engemann.

Heiligabend wurde es ausgepackt, Heiligabend wurde es zusammengebaut. Und jetzt hatte er Tüftler „Blut geleckt“.

Lego Bausteine sind die Leidenschaft von Andreas Engemann

Aus hunderttausenden von Teilen baut Andreas Engemann seine Modelle zusammen. © Jürgen Wolter

Schnell kamen weitere Bausätze dazu, dann suchte er per Inserat gebrauchte Legosteine, und das tut er inzwischen immer wieder.

Engemann kauft die Kisten aus Kinderzimmern und Bastelkellern auf, die nicht mehr gebracht werden, reinigt und wäscht die Steine, sortiert sie. Was er gebrauchen kann, behält er, anderes wird im verbesserten Zustand wieder verkauft.

Star Wars Figuren

Auf die ersten Autos folgten dann vor allem Star-Wars-Figuren. Hier gibt es eine weit verbreitete Szene, es gibt Events, bei denen sich Star-Wars-Fans treffen und auf unterschiedliche Weise mit ihren Stars und den Filmausstattungen beschäftigen. Natürlich gibt es auch große Lego-Modelle der Figuren sowie der Sternenflotte oder des Todessterns. Die zusammenzubauen ist schon eine Herausforderung. Und die kompletten Modelle erzielen heute teilweise vierstellige Preise.

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Andreas Engemann ist absoluter Lego-Fan

Der nächste Schritt in Andreas Engemanns Lego-Leidenschaft war das Bauen ganzer Förderanlagen sogenannter DBC’s (Grand Ball Constellation): Förderbänder, Aufzüge oder Waggons transportieren Bälle von einem Ende der Anlage zum anderen oder immer im Kreis. Damit war Andreas Engemann wieder nah an seiner beruflichen Qualifikation. Heute baut er die sogenannten MOC’s (My Own Creation) also Anlagen, die er selbst entwirft und austüftelt.

„Adult Fans of Lego“ gegründet

Vor drei Jahren gründete er mit Gleichgesinnten einen Stammtisch: Die „AFOL“ (Adult Fans of Lego, also: erwachsene Legofans) treffen sich regelmäßig und organisieren inzwischen jährlich die Dülmener Lego Aktionstage in Zusammenarbeit mit dem Mehr-Generationen-Haus Dülmen und der alten Spinnerei.

Dort findet die nächste Ausstellung am 12. und 13. Oktober (Samstag und Sonntag) jeweils von 11 bis 17 Uhr statt. Neben Kinderaktionen sind 18 Aussteller und drei Verkäufer vor Ort. Andreas Engemann hofft auf zahlreiche Besucher aus Haltern, denn in seiner Heimatstadt ist das Legohobby weniger bekannt als in der Nachbarstadt Dülmen. Die Szene der Lego-Fans ist allerdings bundesweit aufgestellt. „Ein Aussteller kommt sogar aus München nach Dülmen“, so Andreas Engemann.

Wer mehr über die Lego Fans wissen möchte, erfährt alles auf ihrer Homepage, die Andreas Engemann regelmäßig aktualisiert: www.afol-westfalen.de.

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