Geschäftsinhaber Günter van Buer (rechts) und seine Frau Marlies van Buer schauen optimistisch in den Herbst. © Lena Heckmann
Lieferschwierigkeiten

Lieferverzögerungen bei Herbstmode: Auswirkungen in Halterns Innenstadt?

Kaum hat der Herbst kalendarisch als auch meteorologisch begonnen, ist auch schon die passende Kleidung in den Geschäften der Halterner Innenstadt zu finden. Dieses Jahr gibt es jedoch Lieferengpässe.

Spätauswirkungen der Coronapandemie lassen einige Läden in Haltern auf ihre Ware warten. Der Verkauf geht aber trotzdem gut ausgestattet in den Herbst.

Modeladen Van Buer: Nachbestellungen schwierig

Günter van Buer bemerkt die Lieferschwierigkeiten auch in seinem Modegeschäft. Zwar ist der Laden derzeit gut gefüllt und die Erstbestellung der Herbstkollektion konnte ohne Verzögerungen geliefert werden. Bei Nachbestellungen wird es dann allerdings schon schwieriger. „Wir warten zum Beispiel seit vierzehn Tagen auf Jacken. Da funktioniert die Lieferkette im Moment nicht richtig“, erzählt der Ladeninhaber. Er führt dies auch auf die verspäteten Auswirkungen der Coronakrise zurück. „Die Produzenten haben nicht so viel auf Lager hergestellt und nun ist es schwierig, an Materialien zu kommen.“

Einen deutlichen Unterschied gibt es jedoch, wie van Buer erklärt: „Mit Lieferungen von Produzenten in Europa haben wir keine Schwierigkeiten, die Probleme liegen eher in Übersee.“

Das Modegeschäft an der Rekumer Straße ist gut besucht. Günter van Buer sagt hierzu: „Ich glaube, die Kunden haben während des Lockdowns gemerkt, wie schön es ist, zu shoppen und dabei noch einen Kaffee trinken zu können. Das bietet der Internethandel nun mal nicht. Wir freuen uns sehr, die Kunden wieder im Laden bedienen zu können.“

Nur wenige Schuhe aus Übersee bei Plagge

Auch Bernd Plagge von Schuh Plagge an der Rekumer Straße bemerkt die Lieferschwierigkeiten in seinem Schuhgeschäft. „Es hat allerdings nicht allzu große Auswirkungen. Manchmal haben Bestellungen an die 14 Tage Verzögerung, das kann man verschmerzen.“ Produzenten konnten das bereits Anfang des Jahres absehen und haben dies angekündigt, wie Plagge ausführt.

Da der Schuhladen nur sehr wenig Ware aus Asien bekommt und hauptsächlich Schuhe aus Europa bezieht, ist Plagge nicht so stark betroffen. Wenn sich Lieferungen verzögern, liegt das meist an Lieferschwierigkeiten für einzelne Bestandteile der Schuhe. „Dann fehlt ein Reißverschluss oder ein bestimmtes Material. Schuhe bestehen ja aus sehr vielen Einzelteilen“, so Bernd Plagge. Aber insgesamt seien die Regale nach wie vor gut gefüllt.

Verzögerungen bei Zweitbestellungen beim Schuhhaus Eikelschulte

Das Schuhhaus Eikelschulte berichtet ebenfalls auf Anfrage, dass es bislang keine Engpässe im Verkaufsgeschäft habe. Allerdings seien Zweit- und Nachbestellungen schwierig, da die Lagerbestände von Produzenten nicht gut bestückt seien. Man merke, dass Produzenten Schwierigkeiten bei den Materialbeschaffungen hätten.

Das Schuhhaus gibt außerdem an, dass deren Zulieferer, große Schuhfabriken, Opfer eines Cyberkriminalitätsangriffs geworden seien und sich daraus Lieferverzögerungen ergeben hätten.