Lindenallee Flaesheim: Anfrage des Kreises ist bei der Stadt eingegangen

rnBaumbeschnitt

Der Rückschnitt mehrerer Linden in Flaesheim hat kürzlich Aufsehen erregt. Nun hat die Untere Naturschutzbehörde des Kreises die Stadt angeschrieben und bittet um Stellungnahme.

Flaesheim

, 17.09.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Unternehmen hatte im Auftrag der Stadt 52 Linden an der Haardstraße in Flaesheim massiv beschnitten. Die Halternerin Annette Fleuster, Grünen-Politikerin, zeigte sich daraufhin empört. Sie stellte den Sinn der Maßnahme in Frage und hakte bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises nach. Daraufhin hatte der Kreis angekündigt, den Fall prüfen zu wollen. Nun kommt Bewegung in die Sache. „Wir haben die Stadt angeschrieben und um eine Erklärung gebeten“, so Kreissprecher Jochem Manz. Es handele sich um eine Allee. Ein Rückschnitt müsse begründet sein.

Anwohner erfreut über Rückschnitt

Die Stadt hatte ihre Maßnahme unter anderem mit der Verkehrssicherungspflicht gerechtfertigt. Dieses Argument hält Annette Fleuster aber für vorgeschoben. Stadtsprecher Thomas Gerlach bestätigt, dass die Anfrage des Kreises eingegangen sei. Man werde voraussichtlich in dieser Woche darauf antworten können.

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Viele Anwohner der Haardstraße in Flaesheim sind offenbar glücklich darüber, dass die Stadt die Bäume stark zurückschneiden ließ. Im Herbst habe man immer wieder mit erheblichen Laubmengen zu kämpfen gehabt, hieß es. Im Sommer sei der Honig von den Bäumen getropft und habe Autos und Wege verklebt. Mehrfach, so schildert ein Anwohner, habe man sich an die Stadt gewandt und darum gebeten, dass die Bäume zurückgeschnitten werden.

Weniger Arbeit und endlich wieder Licht

„Gerne hätten wir uns gewünscht, dass die Bäume komplett entfernt worden wären. Früher standen in der Haardstraße Rotdornen. Diese sahen nicht nur schöner aus, mit denen hatte man auch viel weniger Arbeit“, schreibt der Anwohner in einer anonymen E-Mail an unsere Redaktion. Die Straßenbeleuchtung sei vor dem durchgeführten Rückschnitt teilweise ganz in den Baumkronen verschwunden, „was zur Folge hatte, dass nachts weder der Bürgersteig noch die Straße beleuchtet wurde“.

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