Lippramsdorfer wehren sich lautstark

HALTERN Dunkle Wolken zogen am Donnerstagabend vor dem Halterner Rathaus auf. Die Lippramsdorfer laufen Sturm. Sie wehren sich mit aller Macht und vor allem lautstark gegen den geplanten Bau eines 900-Megawatt-Kohlekraftwerks im Chemiepark Marl direkt an der Stadtgrenze zu Haltern.

von Von Elisabeth Schrief

, 23.10.2008 / Lesedauer: 2 min
Lippramsdorfer wehren sich lautstark

Die Lippramsdorfer bezogen deutlich Stellung gegen das geplante Kraftwerk.

"Wir sind durch Bergbauschäden, Deichbau und der vom Chemiepark verursachten Verseuchung des Grundwassers schon genug gebeutelt", schimpfen die Demonstranten, die sich zu der "Initiative für ein lebenswertes und gesundes Wohnen in Haltern am See" formiert haben.

Mit Kreuzen und Transparenten traten sie den Vertretern von Infracor und der Evonik Steag sowie den Politikern entgegen. Heinz Stegemann, einer der Initiatoren: "Wenn nicht bald ein Umdenken stattfindet, ist Lippramsdorf tot."

Johannes Föcker formuliert das Maximalziel der Initiative: "Wir wollen das Kraftwerk verhindern, so wie wir aufgrund der aktuellen massiven Bergschäden in Lippramsdorf gegen den Bergbau zu Felde ziehen."

Die Gruppe wird auch nach der Ausschuss-Sitzung weitermachen. Sie trifft sich alle vier Wochen, um Strategien zu debattieren. Ein Leben im Schatten, wie auf einem Flugblatt gedruckt, wollen sie nicht hinnehmen.

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