Meinung

Mehr Schutz für Kinder in Halterner Kitas wäre wünschenswert

Ende der Corona-Notlage? Mitnichten. Der Winter darf als Covid-Problem nicht unterschätzt werden, meint unsere Autorin. Sie fordert mehr Schutz für Kinder.
Die Kita Lohausstraße wurde mit fünf Luftfilter-Anlagen ausgerüstet - trotz guter Lüftungsmöglichkeiten. © Ingrid Wielens

Aktuell nehmen die Corona-Fallzahlen zu, die kalte Jahreszeit wird diese Entwicklung wohl beschleunigen. Zugleich steigt die Zahl der Geimpften nur mühsam. Da ist es lobenswert, dass ein Wohlfahrtsverband hunderte mobile Luftfilter für seine Kindergärten bereitstellt. Auf Fördergelder der Bundesregierung hat er dabei auch verzichtet. Die Halterner Kita Lohausstraße ist eine Einrichtung mit sehr guten Lüftungsmöglichkeiten. Zuschüsse für Luftreinigungsgeräte sind da nicht zu bekommen. Um aber einen weitestgehenden Schutz für Kinder und Mitarbeiter zu gewährleisten, geht die AWO einen eigenen Weg und schafft die Anlagen auf eigene Kosten an.

In den anderen 20 Halterner Kindergärten dagegen sind solche Anlagen Mangelware. Nicht nur, weil die Kinder – wie im Waldkindergarten Glückspilze – sich überwiegend draußen aufhalten. Weil die meisten Gruppenräume gut zu lüften seien, habe man keine Fördermittel bekommen, heißt es fast überall. Luftfilter-Förderungen gibt es eben nur für schlecht zu lüftende Räume.

In diesen Kitas bleibt regelmäßiges Stoß- und Querlüften Programm. Das ist störend, ungemütlich und kalt. Die Träger dieser Einrichtungen sollten zumindest über eigene Wege nachdenken. Luftfilter geben nicht nur mehr Sicherheit gegen das Coronavirus. Durch Aerosole werden auch Erkältungen, Grippe- und Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) verbreitet. Mobile Luftfilter-Anlagen bieten mehr Schutz – für Kinder und Kita-Angestellte.