Der Anschluss Lippedeich im Bereich Lippramsdorf Freiheit: Links der neue Deichweg, rechts der alte. © Lippeverband
Lippedeich

Mehrmonatige Sperrung für den Radverkehr am Lippedeich angekündigt

Der Lippeverband ist mit dem Umbau des Deichs in Lippramsdorf voll im Zeitplan. Eine mehrmonatige Sperrung in der Nähe des Oelder Weges wurde jetzt aber angekündigt.

Im Jahr 2014 hatte der Lippeverband die Arbeiten zum Umbau des Lippedeichs begonnen. Rodungen waren zunächst durchgeführt, dann Hochspannungsleitungen verlegt worden. Inzwischen ist die Lippedeich-Baustelle eine gewaltige Wanderbaustelle.

Am Lippedeich Nord II, wo der Deich bis zu 200 Meter ins Hinterland zurück gebaut wird und eine 17 Hektar große Auenlandschaft entstehen soll, wurde in diesem Jahr gestartet. „Bis auf die letzten 100 Meter ist der Bereich Oelder Weg nun fertiggestellt“, erklärte Gerard Formanowicz jetzt im Klima-Ausschuss. Der Projektleiter zeigte sich überaus zufrieden mit dem zeitlichen Ablauf.

Neue Druckrohrleitungen werden angeschlossen

Nun müssten im Bereich Oelder Weg noch drei Druckrohrleitungen in Austauschschächte verlegt werden. Ende dieser Woche werden die neuen Leitungen, wenn alles glatt läuft, angeschlossen.

Im Anschluss an diese Arbeiten solle schließlich der Rückbau des alten Deichwegs erfolgen. Ab dem 22. November müsse der Deichkronenweg daher für zwei bis drei Monate für Spaziergänger und Radfahrer gesperrt werden. „Eine Umleitung für den Radverkehr Richtung Oelder Weg wird eingerichtet“, sagte Projektleiter Formanowicz. Sie führt über die Sandstraße in der Kusenhorst.

Die Anschlüsse der Druckrohrleitungen der Pumpwerke müssen neu verlegt werden. Diese werden so über den neuen Deich geführt, dass Radfahrer sie nach Abschluss der Arbeiten überfahren können. Rechts im Bild sieht man den neuen Deich, oben links ein Stück der Lippe, der alte Deich liegt dazwischen. Das neue Auslaufbauwerk ist in der Bildmitte zu sehen.

Hintergrund der Arbeiten ist nach Auskunft des Lippeverbandes die Neuordnung der Entwässerungsanlagen: Die Pumpwerke Haltern-Lippramsdorf und Haltern-Mersch führen anfallendes Grund-, Regen- und Oberflächenwasser aus dem Poldergebiet über Druckrohrleitungen in die Lippe ab. Die Druckrohrleitungen der Pumpwerke enden aktuell bei einem Auslaufbauwerk neben der Brücke am Oelder Weg – von hier aus fließt das Wasser über eine Entlastungsschwelle in den Fluss.

Entwässerung des Poldergebietes bleibt gewährleistet

Dieses Bauwerk verlegt der Lippeverband nun circa 150 Meter weiter nach Norden. Daher müssen auch die Anschlüsse der Druckrohrleitungen der Pumpwerke verlegt werden. Diese werden so über den neuen Deich geführt, dass Radfahrer sie ohne extreme Steigung überfahren können. Wo aktuell der neue Deich circa 100 Meter vor dem Oelder Weg endet, steht der Anschluss der Druckrohrleitungen noch aus – danach kann der Deich in Richtung Süden weitergebaut werden.

Die Entwässerung des Poldergebietes Haltern-Lippramsdorf ist auch während der Bautätigkeiten permanent sichergestellt. Das Wasser wird über das neue Auslaufbauwerk gepumpt, fließt über den landseitigen Deichseitengraben am Fuß des alten Deichs entlang und durch den dann geöffneten Altdeich über die alte Gecksbachtrasse in die Lippe.

Um den Hochwasserschutz auch während der Umschlusszeit zu gewährleisten, wird vor der Öffnung des Deiches ein temporärer Hochwasserschutz hergestellt.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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