Mini-Legionäre stehen weiter in Haltern

Weitere sieben Wochen

HALTERN Auch nach dem Ende der Ausstellung „Imperium“ in der Seestadthalle am kommenden Sonntag (11.10.) bleiben 15.000 römische Legionäre in Haltern.

von Halterner Zeitung

, 06.10.2009, 12:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die kleinen Playmobil-Legionäre bleiben länger im Römermuseum.

Die kleinen Playmobil-Legionäre bleiben länger im Römermuseum.

„Wir brechen nicht alle Zelte ab, sondern geben unseren Besuchern weitere sieben Wochen die Gelegenheit, den Alltag der Legionäre an der Lippe nachzuempfinden“, sagte Renate Wiechers vom LWL-Römermuseum. Wie die Römer die Gewässer befahren haben oder wie ein Militärlager aufgebaut war, erfahren die Besucher zum Beispiel durch einen animierten Film im Museumskino. Das römische Lastschiff verdeutlicht die logistische Meisterleistung, die damals nötig war, um tausende Soldaten an den Außengrenzen des Imperiums zu versorgen. Eine einzige Legion verbrauchte pro Tag allein fünf Tonnen Getreide. „Wenn unsere Spielzeugrömer echte Legionäre wären, bräuchten wir hier täglich die dreifache Menge“, so Wiechers. Die Plastikfiguren führten den Besuchern vor Augen, was für ein gewaltiger Tross im Jahre neun nach Christus ins Verderben marschierte. Stippvisite Außenposten Die bislang angebotenen Führungen im LWL-Römermuseum können weiter gebucht werden. Auf der „Stippvisite Außenposten“ erleben Besucher, wie die Legionäre in Haltern lebten und die Grenzen des Römischen Reiches sicherten. An seine Dienstzeit unter dem Heerführer und germanischen Statthalter Varus erinnert sich der Legionär „Fenestela, ein Veteran der 19. Legion“. Während der Führung „Für eine Handvoll Denare“ blicken die Teilnehmer hinter die Kulissen des römischen Verwaltungs- und Militärzentrums in Haltern. Schüler der Klassen drei bis fünf können sich zudem auf die Suche nach vermissten Römern begeben. Das Programm „Legionäre verschwunden“ wird auch in den Herbstferien angeboten. Bei der Aktion basteln die Kinder ihr eigenes Feldzeichen. Doch zuvor suchen sie sechs vermisste Legionäre, die heimlich ihren Platz in der Marschordnung verlassen haben. Das LWL-Römermuseum schließt am 30. November, um die Dauerausstellung zu überarbeiten.

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