Mit Jazz und Blues in den Tag starten

15.07.2007, 17:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Haltern Er ist zwar nicht mehr der Jüngste, doch dafür einer, bei dem man sofort sieht, dass die Bühne sein zweites Zuhause ist. Kein Wunder, bewohnt er dieses Zweitheim doch schon seit über 30 Jahren. Außerdem ist Peter Petrel ein Musiker, der ein Doppelleben führt. Vielen ist er bekannt mit Schlager-Hits wie "How Do You Do". Dabei kann er ganz anders - und das zeigte er gestern beim Frühschoppen in der Prinzenbucht.

Petrels Wurzeln liegen nämlich im Jazz. Und mit seiner vierköpfigen Begleit-Combo "Swinging Petrels" besann er sich auf eben diese Ursprünge zurück. Jazz, Blues, Boogie-Woogie - die typische Musik verrauchter Bars gab es diesmal unter knallender Sonne. Und während im Hintergrund der schwimmenden Seebühne die Segelschiffe bedächtig über das Wasser zogen und die warme Luft am Steg stillzustehen schien, dürfte so mancher Zuhörer bei Klassikern wie "As time goes by" ins Träumen gekommen sein. Wenn dann bei einer lang gezogenen Version von "Route 66" das Saxophon an den entscheidenden Stellen temperamentvoll aufspielte oder bei "Drinking champaign" die pure Gemütlichkeit aus den Tasten des Keyboards drang, zeigten auch die vier "Swinging Petrels" ihre große Klasse.

Sehr schnelle, schmissige Stücke wie etwa "Brazil" gab es ebenfalls zu hören. Und auch wenn Petrel bei den vereinzelten musikalischen Sprints ein wenig aus der Puste kam, boten er und seine Band doch jederzeit großartiges Hörvergnügen. Schade, dass sich die Qualität des Konzerts nicht in den Zuschauerzahlen wiederspiegelte. Nur rund 250 Zuhörer ließen sich an diesem perfekten Sommertag von der Musik berauschen. ls

Lesen Sie jetzt