Namen in Granit gehauen

Haltern Seit gestern erinnern zwei weitere Gedenksteine an ehemalige Pfarrer von St. Sixtus.

27.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Insgesamt neun Grabstätten von Halterner Geistlichen umfasst die Anlage der Priestergräber auf dem neueren Teil des katholischen Friedhofs am Lippspieker. Von drei Pfarrern ist nur die Grabplatte zu sehen. Begraben sind sie an anderer Stelle des Friedhofs. Diese Anlage, die dem Gedächtnis der verstorbenen Halterner Seelsorger gewidmet ist, befand sich vor gut zwei Jahrzehnten noch an anderer Stelle.

Denkmalwürdig

Ältere Friedhofsbesucher werden sich erinnern, dass der mit Steinplatten bedeckte Platz um das alte Hochkreuz am Ende des Hauptweges früher ganz anders ausgesehen hat. Dort befanden sich die Priestergräber. Das Kreuz aus Baumberger Sandstein, eine Stiftung der Familie Asbeck aus dem Jahr 1864, bildete noch in den achtziger Jahren eine denkmalwürdige Einheit mit einer Kniebank und einer Reihe von Priestergräbern, die um das Hochkreuz gruppiert waren. Dazu gehörten auch die Grabmäler von Johannes Weinewuth (gest 1894), geistlicher Rektor der Rektoratschule, dem letzten preußischen Schulvikar Johannes Heitmann aus Lavesum (gest.1914) und Pfarrer Bernhard Helweg (gest.1930), Vorgänger von Pfarrer Grüter. Ihre Grabsteine wurden allesamt entsorgt.

Nur die Namen sind auf einem Gedenkstein bei den Priestergräbern der Nachwelt erhalten geblieben.

Segnung

Seit gestern erinnern zwei weitere Gedenksteine an ehemalige Pfarrer von St. Sixtus, die nicht in Haltern beerdigt wurden. In einer kleinen Feier segnete Dechant Bruno Pottebaum die Granitsteine, die Bildhauer Bernd Wirtz angefertigte. Der eine erinnert an Hermann Bütterhoff, Pfarrer in Haltern von 1975 bis 1979. Er starb in Haltern, wurde aber in seiner Heimat Stadtlohn begraben. Der zweite ist der Erinnerung an Bernhard Holländer gewidmet. Er war Pfarrer in Haltern von 1980 bis 1988. Aus gesundheitlichen Gründen schied er vorzeitig aus dem Amt. 1995 starb er in Ochtrup-Wellbergen, wo er auch begraben ist. Rudi Marwitz

Lesen Sie jetzt