Naturschützer beklagen rücksichtloses Verhalten

In der Westruper Heide

Imker Udo Pfingst ist einer der Ehrenamtlichen, die sich seit vielen Jahren um Pflege und Erhalt der Westruper Heide kümmern. Am Donnerstag führte er Landrat Cay Süberkrüb durch das rund 80 Hektar große Naturschutzgebiet, um auf vorhandene Probleme aufmerksam zu machen.

HALTERN

, 06.08.2015, 15:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Besonders das rücksichtslose Verhalten einiger Besucher ist dem Imker aus Sythen ein Dorn im Auge. "Müll, Hundekotbeutel, nicht angeleinte Hunde und Radfahrer auf den Wegen sind die Schwierigkeiten, mit denen wir häufig zu kämpfen haben", so Pfingst.

Zwar gäbe es entsprechende Hinweistafeln an den fünf bekannten Eingängen zur Heide, doch sieht Pfingst hier durchaus Verbesserungsbedarf. "Die vorhandenen Schilder werden von Besuchern häufig kaum wahrgenommen", sagt er. Deshalb wünsche er sich, dass langfristig deutlich erkennbare Hinweisschilder aufgestellt werden.

Vorschlag: Neue Schilder aufstellen

"Nach Möglichkeit positiv dargestellt", so Pfingst. Beispielsweise könne man Schilder mit "Heidebewohnern" und dem Zusatz "Wir wohnen hier und würden gerne in Ruhe gelassen werden!" aufstellen. Außerdem, so ist er überzeugt, könnten zusätzlich Piktogramme, also Symbolbilder, die eine Information durch vereinfachte grafische Darstellung vermitteln, sinnvoll sein. Zuspruch erhält Pfingst von Naturschutzwart André Dziggel, der oft Müll im Gebiet der Westruper Heide einsammelt. "Mülltonnen gibt es innerhalb der Heide nicht", betont er. "Lediglich an den Parkplätzen und Eingängen am Rand."

Für Anregungen dankbar

Cay Süberkrüb hörte den Ausführungen von Udo Pfingst aufmerksam zu. Für Verbesserungsvorschläge und Anregungen sei er grundsätzlich immer dankbar, sagte er. Akuten Handlungsbedarf sieht er aber nicht. Vielmehr müsse man an die Vernunft der Besucher appellieren. "Was man zum Beispiel in seinem Rucksack mit rein nimmt, sollte man auch wieder mit rausnehmen", so Süberkrüb. "Jeder, der sich an die Spielregeln hält, trägt dazu bei, diesen tollen Naturschatz zu schützen."

Als plötzlich eine Radfahrgruppe auftauchte, griff der Landrat dann sogar beherzt ein. "Bitte steigen Sie ab. Das Radfahren ist hier nicht erlaubt", forderte er die Senioren auf. "Oh, das war uns gar nicht bewusst", entschuldigten sich die auswärtigen Radfahrer.

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