Nau (Linke): "Für soziale Gerechtigkeit"

Kandidatencheck

In einer Serie zur Landtagswahl am 14. Mai stellen wir die Kandidaten vor, die für Haltern nach Düsseldorf wollen. Unter der Überschrift „Von Kopf bis Fuß“ haben wir die sechs Nominierten gebeten, einige Satzanläufe zu ergänzen. Dr. Asli Nau (Linke) ist in Istanbul geboren und wohnt jetzt in Haltern.

HALTERN

11.05.2017, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nau (Linke): "Für soziale Gerechtigkeit"

Dr. Asli Nau.

Was ich im Sinn habe...

Meine politische Grundhaltung ist davon geprägt, dass ich für soziale Gerechtigkeit eintrete. Diese grundsätzliche Position sehe ich nur realisierbar in den Positionen, die die Partei Die Linke formuliert. Ich bin der Auffassung, dass Armut in einem so reichen Land ein Skandal ist und es ein Umdenken geben muss in vielen Fragen der Daseinsvorsorge, die die sozialen Verwerfungen durch eine gerechte Steuerpolitik mildern kann.

Was ich anpacken will...

Für mich privat ist es ein großes Ärgernis, dass der öffentliche Nahverkehr, gerade in ländlichen Gebieten, nicht gut ausgebaut ist und ich gezwungen bin täglich mit dem Auto zu meiner Arbeit zu fahren. Auch hier müsste gerade aus Klimaschutz-Sicht und der nicht endenden Staus in NRW der Individualverkehr durch einen besser ausgebauten ÖPNV entlastet werden.

Zur Person: Geboren: 10.01.1983; Wohnort: Haltern am See; Familienstand: verheirat, zwei Kinder; Beruf: Chemieingenieurin; Parteimitglied seit: 2008

Mein Herz schlägt für...

Ich lese leidenschaftlich Bücher, die sich mit zukunftsorientiertem Klimaschutz beschäftigt. An erster Stelle in meinem Leben stehen meine beiden Kinder, deshalb ist auch die Energie- und Umweltpolitik eines meiner wichtigsten Politikfelder. Wie heißt es doch so richtig: „Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geborgt“. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit zu spüren, deshalb müssen die Ziele der Klimaschutzkonferenzen gerade auch in dem größten Bundesland NRW mit dem größten CO2-Ausstoß umgesetzt werden. Wir tragen hier eine besondere Verantwortung!

Beweglichkeit in der Politik...

Ich bin für Prinzipienfestigkeit und Flexibilität. Wir leben in einer Welt, die sich ständig verändert. Nicht alle Problemfragen können immer eindeutig beantwortet werden. Ich, als praktisch orientierte Wissenschaftlerin, muss mir täglich auch in gesellschaftlichen Prozessen die Frage stellen: Wem nutzt es? Wem nutzt Hartz IV? Wem nutzt Industrie 4.0? Wem nutzt es, dass unsere Kommunen so verschuldet sind, dass sie aus eigener Kraft aus der Verschuldung nicht mehr herauskommen und gleichzeitig der Ausbau der Kita und die Sanierung unserer Schulen und Straßen de facto nicht stattfindet? Diese Fragen könnten endlos weiter gestellt werden.

An die Nieren geht mir...

Über politische Ärgernisse könnte ich ganze Romane schreiben. In Hinblick auf meine zentralen Themen, ärgere ich mich über die Ignoranz der großen Parteien hinsichtlich unserer Verantwortung in Klimaschutz und Umwelt. Bei keiner der „großen Themen der Weltpolitik“ ist ein so umfangreicher und schneller Handlungsbedarf, wie beim Thema Klima- und Umweltschutz. NRW trägt eine besondere Verantwortung hierbei, denn NRW ist die CO2-Schleuder Nummer eins in Deutschland!

Mein weiterer Weg führt mich...

Eine schwierige Frage. Die Frage sollten Sie mir nach dem 14. Mai stellen. Sollte ich in den Landtag kommen, stellen sich alle Lebensbedingungen anders! Unabhängig davon wünsche ich mir, dass alle Menschen auskömmlich leben können und Umwelt und soziales Umfeld positiv gestaltet werden.

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