Diese Geschichten hält die neue Ausgabe des Halterner Jahrbuchs 2020 parat

Halterner Jahrbuch 2020

Herausgeber Uli Backmann hat das neue Halterner Jahrbuch 2020 im Josefshaus vorgestellt. Er verriet, welche spannenden Artikel enthalten sind und wo die Leser das fertige Werk kaufen können.

Haltern

14.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 3 min
Diese Geschichten hält die neue Ausgabe des Halterner Jahrbuchs 2020 parat

Voller Stolz wird das fertige Halterner Jahrbuch 2020 in den Händen gehalten. Uli Backmann (8.v.l.) dankte bei der Vorstellung allen Mitwirkenden. © Stefanie Rink

Am Freitag (13.12.) hat Herausgeber Uli Backmann das Halterner Jahrbuch 2020 im Josefshaus vorgestellt. In der 33. Ausgabe mit Artikeln zur Orts- und Heimatgeschichte, zu Natur- und Umwelt, zu Vereinsaktivitäten und -jubiläen, mit Gedichten und Geschichten in Hoch- und Plattdeutsch haben 27 Autoren in 34 Beiträgen wieder eine große Vielfalt von Themen bearbeitet. Das Jahrbuch erscheint bereits seit 1987 jährlich Anfang Dezember.

Dem Kalendarium mit Fotos von gegenwärtigen und früheren Ausflugszielen rund um den Halterner Stausee folgen das Grußwort des Bürgermeisters und die Erläuterung zum Buch für die Leser mit dem Dank des Herausgebers an alle Beteiligten. Dazu zählen insbesondere die Autoren und weitere Mitwirkende sowie nicht zuletzt die Inserenten. Denn der Heimatkalender wird vor allem durch Werbung getragen.

Erholungsgebiet und Naturparadies

Der erste Artikel handelt von den beiden Halterner Seen als Erholungsgebiete und Naturparadiese mit ihrer vielfältigen Wasser- und Vogelwelt. Um Kindheitserinnerungen aus den 1950er Jahren an Lehmgruben, Kipploren und eine plätschernde Quelle im Bereich zwischen Münsterstraße, Prozessionsweg und Lavesumer Straße geht es in dem nächsten Beitrag. Dem folgt ein Bericht über die Ermordung des Grafen von Westerholt in den Borkenbergen vor 100 Jahren.

Es folgt ein Artikel, der von Andachtsbildchen und Wallfahrtsfähnchen vom Annaberg bei Haltern erzählt. Die Reformationszeit in Haltern bis 1620 wird in dem darauffolgenden Beitrag beleuchtet. Danach wird über Auswanderer, Flüchtlinge und andere Fremde in unserer Heimatstadt von der Römerzeit bis in die Gegenwart berichtet und aufgezeigt, wie diese für ein buntes Haltern sorgen.

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Die Gegenwart ist Thema des anschließenden Artikels, der über Ausbildungspaten in Haltern und im Kreis Recklinghausen berichtet. Auch ein Beitrag über Aktionstage des Halterner Judo-Club 66 aus dem Jahr 2019 ist enthalten. Das hundertjährige Jubiläum des Vereins Große-Münsterländer-Vorstehhunde, der in Haltern gegründet wurde, ist das folgende Thema.

Eine plattdeutsche Erzählung über den „Bloomenpott un dat Beer“ sowie plattdeutsche Sinnsprüche sind zu finden. Danach wird über den verstorbenen Benediktinerpater Gregor Schwake berichtet, der 1931 im Seehof ein ebenfalls im Jahrbuch abgedrucktes Gedicht über den Halterner Stausee geschrieben hat.

Die Kindesmörderin aus Flaesheim

Von der Wiederentdeckung und Erforschung eines ehemaligen Fernmeldebunkers in Lippramsdorf-Freiheit in den Jahren 2018/19 ist im folgenden Artikel die Rede. Spannend wird es in der sich anschließenden Geschichte von 1817 über eine als Kindesmörderin aus Flaesheim vermutete Dienstmagd, die später nicht mehr auffindbar war.

Der Feuerwachturm auf dem Rennberg in der Haard und die „Waldschenke“ in Lippramsdorf sind die Themen der nächsten beiden Beiträge. Danach ist die Darstellung der 35-jährigen Geschichte der Tanz- und Folkloregruppe Lippramsdorf abgedruckt. Auf ein 30-jähriges Bestehen blickt das Halterner „Rockbüro“ in dem darüber verfassten Artikel zurück, der danach folgt.

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Um das Thema Vogelschutz geht es in der sich anschließenden Darstellung der Aktivitäten des Halterner Vereins für Natur- und Vogelschutz. Dem folgt die lustige Weihnachtsgeschichte über „Die Schafe für St. Peter“. Die neuen Glocken für die Sixtuskirche in Haltern, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Ersatz für die eingeschmolzenen gestiftet wurden, werden danach beschrieben. Ebenfalls lustig geht es in der folgenden Geschichte über die Fliegen im Forsthaus Mühlenkamp in der Haard zu.

Von den Lebensverhältnissen in Hullern in den 1960er Jahren wird in dem dann folgenden Artikel erzählt. Über das frühere Sythener Sprengstoffwerk der WASAG AG und dortige Unglücksfälle wird anschließend berichtet. Danach ist ein Beitrag über den ehemaligen Sythener Päddkes Verein abgedruckt, der von WASAG-Mitarbeitern gegründet wurde. Darauf folgen eine Geschichte über die Mode im Wandel der Zeit und ein Gedicht über Kultur in Haltern. Dem schließt sich ein naturkundlicher Artikel über die Fichte als Baum des Jahres 2017 an.

„Lieder eines Lumpen“

Von Bürgerhäusern in Alt-Haltern in Fachwerk-Bauweise ist anschließend die Rede. Danach sind zwei „Lieder eines Lumpen“ in Gedichtform zu lesen. Aus der Geschichte der „Hansestadt Haltern“ wird im Weiteren berichtet. Ein plattdeutscher Beitrag über die „Besonderheit“ der Halterner Bevölkerung schließt den vielfältigen Reigen der Beiträge, ohne dass am Ende des Jahrbuchs natürlich das obligatorische Gedicht „Zu guter Letzt“ mit einem Rück- und Ausblick nicht fehlen darf.

Abschließend dankte Uli Backmann beim Pressetermin noch einmal allen Mitwirkenden und schloss dabei den langjährigen Lektor Herbert Ring, der auch dieses Mal wieder Korrektur gelesen hat, aber aus gesundheitlichen Gründen im hohen Alter von über 95 Jahren nicht an der Buchvorstellung teilnehmen konnte, mit ein. Mit den besten Wünschen für die Feiertage und einen guten Übergang ins neue Jahr 2020 schloss er die Veranstaltung.

Das Halterner Jahrbuch 2020 ist ab sofort bei der Buchhandlung Kortenkamp, der Volksbank, Stadtsparkasse und Stadtagentur sowie bei der Firma Großwiele in Sythen zum Preis von 16 Euro zu bekommen.

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