Neuer Corona-Fall an Halterner Grundschule - Entwarnung am Gymnasium

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Nach Heideschule und Gymnasium ist eine weitere Lehrkraft positiv auf Corona getestet worden - nun an der Lambertusschule. Derweil gibt das Gesundheitsamt vorläufig Entwarnung am Gymnasium.

Haltern, Lippramsdorf

, 02.11.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Lambertus-Grundschule in Lippramsdorf wurde Schulleiterin Anja Baumschäfer am Samstag über das positive Testergebnis einer ihrer Lehrerinnen informiert. Sie entschied daraufhin, dass die zwei betroffenen Klassen am Montag und Dienstag zuhause bleiben sollten. „Die Kollegin war schon seit Donnerstag krankgeschrieben“, sagt Anja Baumschäfer. Sie sei Kontaktperson eines oder einer Infizierten gewesen und habe sich wohl dort angesteckt.

Eine Lehrerin der Lambertusschule in Lippramsdorf wurde positiv getestet.

Eine Lehrerin der Lambertusschule in Lippramsdorf wurde positiv getestet. © www.blossey.eu

Insgesamt vier Lehrkräfte seien zurzeit krankgeschrieben, inklusive der infizierten Kollegin. Eine weitere Kollegin habe sich aufgrund von Symptomen testen lassen, habe am Sonntag aber ein negatives Testergebnis erhalten. Zwei weitere seien unabhängig von Corona erkrankt. Sie habe bereits am Samstag entschieden, die betroffenen Klassen zunächst am Montag und Dienstag per Distanzlernen unterrichten zu lassen.

Vorläufige Entwarnung für Schüler

Am Montag kam dann die vorläufige Entwarnung vom Kreis Recklinghausen. Wie Sprecherin Svenja Küchmeister mitteilte, habe ihren Informationen zufolge die infizierte Lehrerin die ganze Zeit eine FFP2-Maske getragen, demnach sei das Ansteckungsrisiko als niedrig einzuschätzen und keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Somit könnten die zwei Klassen, die am Montag zuhause geblieben waren, am Dienstag wieder am Präsenz-Unterricht teilnehmen. Doch Anja Baumschäfer kann nur bedingt aufatmen: „Von acht Lehrkräften sind vier nicht einsetzbar. So ist kein normaler Unterricht aufrecht zu erhalten“, sagt die Schulleiterin. Sie werde nun ein rollierendes System entwickeln, so dass jede Klasse für zwei Tage zuhause bleiben und Distanzunterricht erhalten werde. „Nächste Woche sieht alles vielleicht schon anders aus“, hofft Baumschäfer.

Vorläufige Entwarnung gab es am Montag auch für das Joseph-König-Gymnasium. Hier war eine Lehrerin positiv getestet worden, 200 Schüler und ein Dutzend Lehrer blieben am Montag vorsorglich zuhause, weil sie mit der erkrankten Lehrerin Kontakt hatten beziehungsweise deren Corona-Warn-App eine rote Risiko-Begegnung anzeigte. Die Eltern der betroffenen Kinder hat Schulleiter Ulrich Wessel per Mail informiert. Er habe nur wenige Rückmeldungen darauf erhalten, diese seien aber durchweg sehr positiv gewesen, sagt der Pädagoge.

Stets Mund-Nasen-Bedeckung getragen

Am Montag erhielt der Schulleiter dann eine qualifizierte Einschätzung des Gesundheitsamtes. Sowohl die Kollegin als auch sämtliche Schülerinnen und Schüler hätten in den von ihr unterrichteten Lerngruppen stets eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen. „Es bestand kein näherer Kontakt zu Schülerinnen und Schülern.“ Das Gesundheitsamt sehe daher keine Gefährdung, so Wessel weiter.

Auch bei der Fachkonferenz in der vergangenen Woche, an der die Erkrankte sowie etwa 20 weitere Kollegen teilgenommen hätten, seien alle Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten worden, so dass infolgedessen keine weiteren Maßnahmen durchzuführen seien.

Lerngruppen zurück in den Unterricht

Alle Lerngruppen könnten daher am Dienstag (3. November) wieder in den Unterricht zurückkehren. Ungeachtet dessen gebe es am Dienstag und Mittwoch noch vermehrt Vertretungsbedarf. Da mehrere Kolleginnen und Kollegen die rote Meldung ihrer Corona-Warn-App erhalten hätten, seien diejenigen zum Test gegangen. Bis zur Vorlage der Testergebnisse stünden diese Lehrkräfte nicht für den Unterricht zur Verfügung.

Mittlerweile habe die betroffene Kollegin Krankheitssymptome entwickelt, so Wessel. Bis zum Beginn der Herbstferien sei das Kollegium alle zwei Wochen getestet worden, dazu kam eine Ärztin in die Schule, um die Proben zu nehmen. „Das ging ganz schnell und unkompliziert“, berichtet der Schulleiter. Bei dieser letzten freiwilligen Reihentestung am Dienstag wurde die Lehrerin dann positiv getestet und erfuhr von ihrem Ergebnis am Freitag. Der nächste turnusmäßige Test sei für den 17. November angesetzt.

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