Neuer SBR-Vorsitzender hat generationenübergreifende Arbeit im Blick

Seniorenbeirat

Der neue Vorsitzende des Halterner Seniorenbeirats hat bereits Erfahrungen in der Beiratsarbeit. Jetzt tritt er die Nachfolge von Otto K. Rohde an - mit neuen Zielen.

Haltern

, 26.03.2021, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jürgen Chmielek ist Vorsitzender des neuen Halterner Seniorenbeirats.

Jürgen Chmielek ist Vorsitzender des neuen Halterner Seniorenbeirats. © privat

Am 27. Januar wurde in Haltern ein neuer Seniorenbeirat gewählt. Auf seiner konstituierenden Sitzung am 24. Februar wählte das jetzt 17-köpfige Gremium Jürgen Chmielek zu seinem neuen Vorsitzenden. Im Interview erläutert er die wichtigsten Ziele für die Zukunft.

Herr Chmielek, Sie waren bereits einmal im Vorstand des Seniorenbeirats tätig. Wie wird die Arbeit jetzt neu organisiert?
Ich habe zusammen mit Otto K. Rohde bereits im Vorstand des Beirats zusammengearbeitet, bis mich private Gründe zwangen, diese Arbeit auszusetzen. Der Seniorenbeirat war in der vergangenen Legislaturperiode bei einem sehr hohen Aufgabenaufkommen mit zum Schluss nur noch elf Mitgliedern sehr stark gefordert und das zuletzt in der Corona-Zeit. Otto Rohde hat sich deshalb dafür eingesetzt, dass ein neues Gremium die Arbeiten auf mehrere Schultern verteilen kann. So kann der neue Seniorenbeirat jetzt mit 17 Kollegeninnen und Kollegen diese Herausforderung weit entspannter angehen. Ich möchte mich bei meinen Vorgängern, insbesondere Otto K. Rohde, für die großartige Arbeit bedanken. Mit Elisabeth Fimpeler, Marlies Stevermür, Siegfried Lindemann und Hans Kirschbaum gehören auch erfahrene Leute zum neuen Team. Ich freue mich auch auf die Zusammenarbeit mit meinen beiden Vertretern, Heribert Stegemann und Renate Werner.

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Welche Themen wollen Sie in Zukunft angehen?
Ich habe die Vision, dass Haltern am See noch mehr generationenübergreifend sichtbar werden sollte. Viele Probleme gehen alle an, Jung und Alt. Deshalb kann ich mir mehr Zusammenarbeit auch mit anderen gesellschaftlichen Gruppen bis hin zu Jugendorganisationen vorstellen. Offiziell zählt man ab 60 Jahren zu den Senioren, aber auch die heute Jüngeren werden älter und dann gehen viele

Themen auch sie etwas an. Dass wir, die älteren Menschen in der Seestadt, dabei eine gewichtige Rolle spielen sollten und müssen, sieht man alleine an der Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre. Mehr als 30 Prozent unserer Bürger - mit steigender Tendenz - sind über 60 Jahre alt, davon bereits die Hälfte über 70. Sie haben eine besondere Bedeutung für das zukünftige gesellschaftliche Zusammenleben, die politische Landschaft und das Kaufverhalten der Menschen in Haltern.

Gibt es schon Planungen für konkrete Vorhaben?
Corona-bedingt war die Arbeit des letzten Seniorenbeirats zum Schluss sehr eingeschränkt. Wir hoffen, dass uns das vielfach angekündigte Ende des Lockdowns auch wieder eine konkrete Projektplanung ermöglichen wird. Fortgeführt werden soll das Automatentraining mit der Deutschen Bundesbahn, die Rollator-Trainings, das Projekt „bewegt gesund älter werden“ und die Begehungen der Halterner Altenheime. Sicher werden wir uns auch darüber zu beraten haben, ob wir die Zertifizierung des Einzelhandels auf Senioreneignung wieder aufnehmen sollen.

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Wie geht es weiter mit dem sozialen Seniorennetzwerk?
Das Projekt war ja bereits mit vielen Partnern angestoßen worden, die sich zu einem solchen Netzwerk zusammenschließen und kooperieren wollen, um älteren Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich hoffe, unsere Projektpartner wieder mit ins Boot zu bekommen. Wir werden uns darüber hinaus auch wieder mit der Teilnahme am ‚Europäischen Mobilitätstag‘ beschäftigen. Auch werden wir uns weiterhin in den Arbeitskreis der Seniorenbeiräte des Kreises Recklinghausen und in die Landesseniorenvertretung (LSV) einbringen.

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