Nikolausmarkt lockt bald wieder in die Innenstadt

Neues Konzept steht

Das herrliche Spätherbstwetter mit Sonne und blauem Himmel passt nicht wirklich dazu, aber die Stadt rüstet sich bereits für die Advents- und Weihnachtszeit. Vom 27. November bis zum 13. Dezember findet in der Innenstadt wieder der traditionelle Nikolausmarkt statt - mit einem neuen Konzept.

HALTERN

, 04.11.2015, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nikolausmarkt lockt bald wieder in die Innenstadt

Das Kinderkarussel auf dem Nikolausmarkt erfreut sich großer Beliebtheit.

"Der neu konzipierte Nikolausmarkt erfährt einen überaus positiven Zuspruch", teilte nun Stadtsprecher Georg Bockey mit. Wie Organisator Mike Kestermann von der Stadtagentur erklärt, seien alle Vereine, die bisher im Nikolausdorf vertreten waren, weiterhin dabei. "Wir werden insgesamt 25 Hütten aufstellen, bis auf wenige Ausnahmen sind sie bereits komplett ausgebucht", so Mike Kestermann.

16 Hütten für Kunst

Gleichzeitig nennt er noch die wenigen freien Kapazitäten: "Wir können noch Kunsthandwerk unterbringen - und zwar an den Wochenenden vom 27. bis 29. November und vom 11. bis 13. Dezember." Die Standmiete betrage pro Wochenende 260 Euro (inklusive Strom). "Interessenten können sich gerne bei uns melden", so Kestermann.

Das neue Konzept siehe vor, 16 Hütten für das Kunsthandwerk zur Verfügung zu stellen, neun weitere kommen für Essen und Trinken hinzu. Dabei wird es auch Neues geben: Bratfischverkauf, Pizza, Honigwaren und auch Honigwein (Met). Zusätzlich gibt es auch Glühbier, eine Art Weihnachtsbier. Alle Hütten sollen dann freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein, die Imbiss- und Getränkehütten werden zudem auch wochentags ab 17 Uhr geöffnet.

Eine Änderung, die nach Ansicht von Mike Kestermann aus den Erfahrungen der letzten Jahre resultiert. "Viele Betreiber aus dem Bereich des Kunsthandwerks hatten kein Interesse mehr, wochentags die Hütten zu öffnen, weil der Umsatz nicht entsprechend war. Nun sagen sie, sie kommen gern an den Wochenenden, das begrüßen wir sehr."

Zusätzliche Weihnachtsbäume

Die optische Gestaltung der gesamten Nikolausmarktsituation übernehmen alle Beteiligten gleichermaßen: Die Stadtagentur wird eine Reihe von Weihnachtsbäumen aufstellen, um einen leichten Waldcharakter entstehen zu lassen, die Hüttenbetreiber haben zusätzliche Weihnachtsbäume bestellt, um diesen Anspruch zu verstärken. Die Vereine, die früher im Nikolausdorf dabei waren, werden nun zudem Sitzmöglichkeiten und auch Überdachungen herstellen, so dass alle Verantwortlichen davon ausgehen, eine sehr angenehme Atmosphäre hinzubekommen.

Bereits jetzt hat die Stadtagentur eine Reihe von Zusagen für das Bühnenprogramm erhalten. "Aber auch hier sind wir noch offen für weitere Angebote rund um das Singen und Musizieren", sagt Mike Kestermann. "Wer will, sollte sich bei uns melden, wir tun alles, um auch denjenigen noch Möglichkeiten anzubieten."

Vorteil für Wochenmarkt

Erneut wird es während der Zeit des Nikolausmarktes auch den Kreativmarkt geben. Auf zwei Etagen des Alten Rathauses werden täglich von 14 bis 18 Uhr die unterschiedlichsten Dinge angeboten. Im Gewölbekeller wird wieder das Café eingerichtet sein.

Das neue Konzept des Nikolausmarktes bringt einen weiteren Vorteil: Der Wochenmarkt muss nicht so lange vom Marktplatz weichen wie in der Vergangenheit. Nach derzeitigen Planungen wird der Wochenmarkt am 24. November noch auf dem Marktplatz sein, am 15. Dezember wird er wieder dort sein. Zwischenzeitlich wird er auf den Kärntner Platz ausweichen.

Der große, mit Lichterketten geschmückte Weihnachtsbaum am Marktbrunnen wird den Halternern erhalten bleiben. Anders als in den vergangenen Jahren wird der Nikolausmarkt in diesem Jahr allerdings ohne Überdachung auskommen müssen. Seit 2008 war das Nikolausdorf in der Weihnachtszeit ein fester Bestandteil auf dem Halterner Marktplatz. Doch das ist Geschichte. Für den aufwendigen Auf- und Abbau der Holzkonstruktion hätten zukünftig die erforderlichen finanziellen und personellen Möglichkeiten nicht mehr ausgereicht. Stadt und Werbegemeinschaft hatten deshalb im Juni beschlossen, das Nikolausdorf in Zukunft nicht mehr auf dem Marktplatz aufzustellen (wir berichteten ausführlich). Die Suche nach einem geeigneten Käufer gestaltet sich offenbar nicht so einfach. „Es haben sich bereits einige Kaufinteressenten bei uns gemeldet. Das Dorf ist aber noch nicht verkauft und noch zu haben“, erklärt Christoph Kleinefeld, Geschäftsführer der Halterner Werbegemeinschaft, auf Anfrage unserer Redaktion. Unter den Interessenten ist nach Informationen unserer Zeitung auch ein Betrieb aus Haltern dabei.

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