Noch nicht im grünen Bereich

Haltern Öko- und Solarprofit, Shuttle-Bus, Konzept für Lärmreduzierung oder Schöpfung bewahren.

13.07.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Projektliste der Lokalen Agenda 21 ist so vielfältig wie einfallsreich. Nicht nur die Verwaltung arbeitet dabei mit, sondern auch Vertreter aus dem Gemeinderat und der Bürgerschaft. Mit diesem Konzept überzeugte die Stadt sogar bei einem bundesweiten Wettbewerb und darf sich jetzt "Hauptstadt des Klimaschutzes" nennen: Errungen hat Esslingen am Neckar diesen Titel 2006.

Auch in Haltern ist Klimaschutz kein Fremdwort. Allerdings hat man bei der Umsetzung des Umweltgedankens bisher eher an Modernisierungsmaßnahmen gedacht, als an nachhaltige Projektarbeit. So wurden zum Beispiel diverse Dachflächen an städtischen Gebäuden gedämmt, Fenster erneuert, alte Heizungsanlagen gegen sparsamere Technik ausgetauscht oder schadstoffärmere Fahrzeuge für den Baubetriebshof angeschafft.

Organisatorisch beschränkte sich der Klimaschutz bisher auf einen optimierten Belegungsplan in städtischen Objekten, monatliche Verbrauchsablesungen und regelmäßige Überprüfungen von Heizeinheiten sowie die Erstellung eines Jahresenergieberichts.

Erst vor zwei Monaten wurde unter Regie des technischen Beigeordneten Wolfgang Kiski ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der das Thema Umweltschutz in die Öffentlichkeit tragen und auch Informationen für die Bürger aufbereiten und bündeln soll. "Wir arbeiten an einer Broschüre mit Tipps zur Altbausanierung", nannte Kiski ein Beispiel.

Der Umweltbereich ist in Haltern also dem technischen Dezernat angegliedert. Esslingen hingegen leistet sich den Luxus einer Koordinatorenstelle. Und die Klimaschutzgemeinde investiert nicht allein in eines der wichtigsten Politik- und Handlungsfelder der Zukunft.

Beispiel Gladbeck

Sogar die Kommune Gladbeck in der Nachbarschaft, die übrigens als Haushaltssicherungsgemeinde ebenso wie Haltern tief in den roten Zahlen steckt, verfügt über einen Umweltschutzbeauftragten. "Wir haben in den letzten Jahren einige Millionen Euro eingespart. Das hat sich auch für den Kämmerer gerechnet", sagt Dr. Dieter Briese. Mitarbeiterschulungen, ein städtisches Förderprogramm für den Einbau von Solarkollektoren in Privathaushalten oder das Fifty-Fifty-Projekt für Schulen (die Hälfte eingesparter Energiekkosten darf die Einrichtung behalten) gehören hier zum Service der Stadt. Silvia Wiethoff

Lesen Sie jetzt