Online-Umfrage: Weniger Fokus auf Tourismus und Wunsch nach Kino

rnOnline-Umfrage

Wie oft nutzen die Halterner das städtische Kulturangebot? Muss mehr für den Tourismus getan werden? Wie gut arbeitet das Bürgerbüro? Was fehlt noch in Haltern? Die Bürger haben geantwortet.

Haltern

, 14.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im abschließenden Teil 5 unserer Auswertung der Online-Umfrage dreht sich alles um das städtische Kulturangebot, die Digitalisierung der städtischen Dienstleistungen, die Zufriedenheit mit den Bürgerdiensten, aber auch um Tourismus und seine Folgen.

Wir haben zunächst gefragt: „Wie häufig haben Sie in den zurückliegenden zwölf Monaten das städtische Kulturangebot genutzt, also Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen?“

412 Umfrage-Teilnehmer haben ihre Stimme dazu abgegeben. Die Mehrzahl davon (64 Prozent) hat das städtische Angebot an Veranstaltungen, Konzerten und Ausstellungen ein bis fünfmal im angegebenen Zeitraum genutzt. 11 Prozent klickten sogar 6 bis 10 Mal an. Knapp 23 Prozent gaben „nie“ an, lediglich 1 Prozent nahm mehr als 15 Mal an städtischen Kulturangeboten teil.

Dann wollten wir wissen: „Welche weiteren Kulturangebote wünschen Sie sich in Haltern?“ Hier waren keine Auswahlmöglichkeiten vorgegeben. Die Teilnehmer konnten selbst ihre Vorschläge einbringen. Neben allgemeinen Wünschen nach mehr Konzerten, Ausstellungen und Veranstaltungen für Kinder gab es auch sehr konkrete Ideen.

Ein „Rockfestival“, wie es das Rockbüro mit Doro Pesch im Galen Park veranstaltet habe, wurde in einem Kommentar als Beispiel herangezogen. Auch „Mehr Events wie Sunset Beach“ wünschte sich jemand. „Moderne und junge Angebote - keine Kunst oder klassische Musik“ schlug ein anderer vor. „Freilichtkonzerte (Pop, Rock, Klassik) am See oder ein Open Air Kino“ wurde als weitere Idee genannt. Ein „Feierabendmarkt“, wie er bereits in anderen Städten durchgeführt wird, war ein Wunsch, der ebenfalls in den Kommentaren auftauchte.

Es sei zwar nicht Aufgabe der Stadt, aber ein Kino wäre nicht schlecht, schreibt ein Teilnehmer. In mehr als 40 von insgesamt über 240 Kommentaren tauchte der Wunsch nach einem Kino auf.

Wunsch nach mehr digitalen Dienstleistungen

Neben den Kulturangeboten der Stadt haben wir auch nach der Zufriedenheit mit dem digitalen Angebot der Stadt gefragt.

„Wenn es möglich wäre: Würden Sie Angelegenheiten mit der Stadt häufiger digital erledigen? Also beispielsweise einen Ausweis beantragen.“ Von 400 Teilnehmern stimmten mehr als 50 Prozent für „Ja, auf jeden Fall“, knapp 25 Prozent entschieden sich für „eher ja“. Lediglich 17 Prozent klickten auf „eher nein“. Kategorisch lehnten es nur knapp 4 Prozent ab. Dass man Termine im Bürgerbüro online machen kann, wurde darüberhinaus oft als Wunsch formuliert.

Mit der Arbeit der Halterner Bürgerdienste waren die Teilnehmer der Umfrage insgesamt eher zufrieden. Folgende Aussage haben wir zur Abstimmung gestellt: „Die Halterner Bürgerdienste arbeiten zügig, die Wartezeit zum Beispiel auf einen neuen Ausweis ist angemessen.“ Dem stimmten von 400 Teilnehmern 31 Prozent voll und ganz, 45 Prozent eher zu. 5 beziehungsweise 10 Prozent entschieden sich für „trifft gar nicht zu“ beziehungsweise „eher nicht zu“.

„Das Halterner Bürgerbüro ist kundenfreundlich und serviceorientiert.“ war eine weitere Aussage, über die abgestimmt werden konnte. Annähernd 80 Prozent der Teilnehmer entschieden sich für „trifft eher zu“ beziehungsweise für „trifft voll und ganz zu“.

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Mehr als einig sind sich die Umfrage-Teilnehmer bei der Attraktivität Halterns für Touristen. Wir hatten diese Aussage formuliert: „Die Stadt Haltern muss noch attraktiver für Touristen werden.“ Dem stimmten lediglich 8 Prozent voll und ganz zu, 19 Prozent entschieden sich für „trifft eher zu“. Gut 65 Prozent verneinten diese Aussage mit „trifft eher nicht zu“ beziehungsweise „trifft gar nicht zu“.

Tourismus und daraus folgende negative Konsequenzen für die Bürger in Haltern sprachen auch viele Umfrage-Teilnehmer in den Kommentaren an. Beiträge wie „Zu viel Fokussierung auf Tourismus und die (verhältnismäßig) wenigen Arbeitsplätze dort“; „Viel zu wenig wird auf die Anliegen der Einwohner eingegangen. Alles redet immer nur vom Wachsen, neuen Häusern und mehr Touristen“ stehen beispielhaft dafür. Das erhöhte Müllaufkommen am Silbersee ist auch vielen Halternern ein Dorn im Auge.

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