Pfarrer Gerhard Baumann verlässt seine Gemeinden

Keine Gründe genannt

Pfarrer Gerd Baumann feiert am 20. Februar im Norberthaus seinen Abschied als Pfarrer von HuFlaBo. Er geht nach Wesel, obwohl er auf einer Pfarrversammlung im August 2009 noch fest versprochen hatte: "Ich lasse meine liebe, treue Gemeinde nicht im Stich."

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 10.01.2011, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Theo Neuhaus und Pfarrer Gerd Baumann: Zwei, die die gute Zusammenarbeit über die Jahre zu Freunden hat werden lassen.

Theo Neuhaus und Pfarrer Gerd Baumann: Zwei, die die gute Zusammenarbeit über die Jahre zu Freunden hat werden lassen.

Pfarrer Baumann wollte zunächst über die Fusion hinaus im Dekanat Haltern bleiben. Auf einer Pfarrversammlung in Heilig Kreuz sprach er von dem Wunsch, nach 2011 als Ansprechpartner für HuFlaBo eingeteilt zu werden. Sein bescheidener Einwurf „sofern das gewünscht ist“ wurde in Heilig Kreuz mit heftigem Applaus beantwortet. Obwohl Pfarrer Baumann offen aussprach, dass in HuFlaBo eine echte Gemeinschaft schwer zu spüren sei, war er bei den Gemeindemitgliedern sehr beliebt. „Uns allen tut der Fortgang leid“, vermittelt Theodor Neuhaus vom Kirchenvorstand St. Andreas Hullern ein Bild von entgegen gebrachter Sympathien. Er sei ein Pfarrer zum Anfassen mit einer immensen Ausdauer zum Zuhören, sagten zum 60. Geburtstag Gratulanten aus Hamm-Bossendorf.

Wenn Pfarrer Baumann geht, übernimmt Dechant Martin Ahls die Pfarrverwaltung in Flaesheim und Hullern. Wer jedoch als Seelsorger in Hamm-Bossendorf tätig sein wird, bleibt zunächst offen. Dort entstand Missklang, weil der Kirchenvorstand seine Unterschrift zur Zusammenlegung der Gemeinden nicht gegeben hat.

Das Gremium befürwortet zwar eine seelsorgerische Zusammenführung, würde aber gern die Verwaltung dezentral belassen. „Wir erleiden durch die wirtschaftliche Fusion nur Nachteile“, begründet Georg Rohmann, stellvertretender Kirchenvorstands-Vorsitzender, die Entscheidung. Gleichwohl arbeite der Kirchenvorstand in den Vorbereitungsgremien konstruktiv mit. „Hamm-Bossendorf ist kein gallisches Dorf, die Kirchenvorstandsmitglieder sind keine Querulanten“, betonte Rohmann. 

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